Virtueller Saisonabschluss der BADEN VOLLEYS!!
24.04.2020, 08:37 Uhr von Alex

Der amtierende Champions League-Sieger war da, Silberhelden der Europameisterschaft 2017 gaben ihr Stelldichein. Es liest sich schon ganz ansehnlich, wer in den gerade mal fünf Jahren Spitzenvolleyball beim SSC Karlsruhe seine Visitenkarte dort abgegeben hat. Noch besser, es gibt davon auch spektakuläre Bilder und diese präsentieren die BADEN VOLLEYS SSC Karlsruhe bei ihrer etwas anderen Saisonabschlussfete. Coronabedingt muss diese Feier virtuell stattfinden und da haben sich die BADEN VOLLEYS was ganz besonders ausgedacht.

Via SPORTTOTAL.TV (https://sporttotal.tv/volleyball) geht es da am 1. Mai ab 19 Uhr virtuell und mit jedem Endgerät rund. Die besten Szenen und die heißesten Emotionen der letzten Volleyball-Jahre in Karlsruhe werden nochmal Revue passiert. Extraclou: Das Ganze wird kommentiert von ehemaligen Spielern wie Tim Kreuzer oder Benjamin Loritz, die bei den jetzt schon geschichtsträchtigen Szenen mit dabei waren. Aber auch Mitglieder der aktuellen Mannschaft wie Jens Sandmeier und Jonathan Finkbeiner, die die vergangene Saison – sensationell auf Platz Zwei liegend – wegen der Corona-Pandemie – ja abbrechen mussten, werden ihres dazu beitragen. Dass die Spieler der BADEN VOLLEYS nicht auf den Mund gefallen sind, beweisen sie übrigens allwöchentlich in ihrem BADEN VOLLEYS Podcast auf Spotify.

"Zu gerne hätten wir gemeinsam mit unseren Partnern, Fans und dem ganzen Team noch einmal die Halle zum Beben gebracht und das Saisonfinale daheim zu einem unvergesslichen Volleyballevent werden lassen,” erzählt Teammanager Alexander Burchartz im Rückblick. “Gespannt waren wir vor allem auf das Spiel gegen Mimmenhausen um die Meisterschaft. Dann kam die Idee, warum nicht das letzte Meisterschaftsspiel in der dritten Liga noch einmal gemeinsam mit all unseren Fans und Partnern Revue passieren zu lassen?“ Aus diesem Vorschlag entstand dann ein Videozusammenschnitt der Highlights aus den letzten Jahren Spitzenvolleyball in Karlsruhe.

„Virtuelle Unterstützer-Tickets“ für die Veranstaltung gibt es ab sofort über volleyball-direkt.de. In den verschiedenen Kategorien Bürostuhl-, Sofa-, Kinosessel- oder Schaumbad-Wellness-Ticket passen diese dann auch zum jeweiligen Sitzplatz zuhause vor den Bildschirmen. Das virtuelle Ticket kommt per Mail und kann entweder daheim aufgehoben werden, wodurch es zur Spende wird, oder aber bei einem Heimspiel in der kommenden Saison an der Abendkasse gegen ein normales Ticket eingetauscht werden.

Gar nicht virtuell gibt es die BADEN VOLLEYS-Vereinskollektion. Hier gibt es passend zum aktuellen Workout Zuhause, viele Trainingsklamotten für Jung und Alt. Durch den Kauf eines virtuellen Tickets erhaltet ihr einen Gutscheincode in Höhe von 10% auf deinen kompletten Einkauf für eure nächste Bestellung bei volleyballdirekt.

Glatter 3:0 Sieg gegen Leipzig
03.03.2020, 09:45 Uhr von Pressesprecher

Die BADEN VOLLEYS SSC Karlsruhe ließen am Wochenende gegen die Gäste aus Leipzig mit einem klaren 3:0 nichts anbrennen. Die Karlsruher belegen damit aktuell den zweiten Tabellenplatz. Die Gäste aus Sachsen müssen weiter um den Klassenerhalt zittern.

Der erste Satz verlief zunächst ganz nach den Vorstellungen der Badener. Trotz heiß umkämpfter Ballwechsel konnte der SSC sich schon früh eine drei Punkte Führung erarbeiten. Diese konnte zwischenzeitlich sogar auf eine 16:8 Führung ausgebaut werden. Die Volleys aus Leipzig bewiesen jedoch, dass sie zurecht Anspruch auf den Verbleib in der Liga haben und verkürzten kurzer Hand den Vorsprung auf 16:13. Vor allem durch druckvolle Aufschläge schaffte es Leipzig in dieser Phase den Spielaufbau der Karlsruher zu stören. Jedoch bekamen die Hausherren das Spiel wieder in den Griff und gewannen den ersten Satz verdient mit 25:17.

Der zweite Satz gestaltete sich zunächst etwas ausgeglichener. Die Gäste hielten bis zum Stand von 16:15 dagegen, ehe Karlsruhe ihre Dominanz in Block und Feldabwehr unter Beweis stellten. Innerhalb von wenigen Minuten spielten die Baden Volleys eine 21:16 Führung heraus und gewannen den Satz folgerichtig mit 25:19.

Nach der 10-Minuten-Pause mit atemberaubender Einlage der Jazzaret Dance Company, machten die Baden Volleys dort weiter wo sie aufgehört hatten. Schon früh gingen sie mit 8:2 Punkten in Führung. Vor allem der Kapitän und spätere MVP, Jens Sandmeier, machte durch seine Angriffe deutlich, dass die drei Punkte an diesem Abend in Karlsruhe bleiben sollten. Die L.E. Volleys konnten den entschlossenen Karlsruhern nur noch wenig entgegensetzen als Robin Stolle mit einem erfolgreichen Angriff zum 25:16 einen Schlussstrich unter die Partie setzte.

Leipzig findet sich nach dem Spieltag im Keller der Tabelle wieder, ist bei noch fünf verbleibenden Spielen aber nicht chancenlos. Karlsruhe bringt sich hingegen weiter in Stellung für das Saisonfinale. "Ich würde nicht darauf wetten.", antwortete Libero Benjamin Dollhofer auf die Frage wer aktuell die besten Chancen hat Meister zu werden. "Wenn mich trotzdem jemand zwingt, dann wette ich natürlich auf uns." meinte er weiter mit einem Augenzwinkern.

Für die Baden Volleys ist diese Woche zunächst Regeneration angesagt. Die Mannschaft genießt ein spielfreies Wochenende ehe sie sich am 15.03 auf den Weg nach Hachingen machen.

Chancenlos beim Topspiel in Schwaig
25.02.2020, 08:59 Uhr von Pressesprecher

Der Tabellenzweite zum Gast beim Tabellendritten – was im Vorfeld nach einem spannenden Spiel auf Topniveau klang, entpuppte sich als einseitige Angelegenheit. Nach gerade einmal 70 Spielminuten mussten die BADEN Volleys ihren Kontrahenten vom SV Schwaig zum verdienten 3:0 Sieg (-19, -22, -17) und Tabellenplatz zwei gratulieren. Während Schwaig laut ihrem Trainer Milan Maric das „beste Spiel bislang“ ablieferte, tat sich der SSC zum wiederholten Mal in dieser Rückrunde schwer, auswärts das eigene Spiel aufzuziehen.

Das Spiel begann auf Augenhöhe, beim Spielstand von 4:5 ging der SSC gar in Führung. Viele Fehler beim eigenen Aufschlag und Probleme in der Annahme ließen das Spiel jedoch schnell in Richtung der Gastgeber kippen, die sich bis zum 14:10 eine komfortable Führung erspielten. Fortan ließen sich die Schwaiger nicht mehr aus der Ruhe bringen. Einer soliden Annahme folgte ein variables Zuspiel und kompromisslose Angriffe, denen der SSC in Block und Abwehr nur selten etwas entgegen zu setzen hatte. Der eigene Spielaufbau wurde durch starke Schwaiger Aufschläge hingegen häufig unter Druck gesetzt, wodurch oftmals nur der Angriff über die Außenposition möglich war – ein gefundenes Fressen für die starken Schwaiger Blockspieler. Folgerichtig wuchs der Vorsprung weiter an und die Gastgeber konnten sich den ersten Satz mit 25:17 sichern.

Im zweiten Satz steigerten sich die BADEN Volleys und konnten das Spiel nun offener gestalten. Über 11:11 und 14:14 entwickelte sich ein ausgeglichener Schlagabtausch auf hohem Niveau. Bei 15:17 gingen die Karlsruher sogar in Führung, die Hoffnung auf den Satzausgleich hielt aber nur kurz. Ein 5:1-Lauf der Gastgeber zum 20:18 stellte das an diesem Abend geltende Stärkeverhältnis wieder her. Der SSC konnte den Abstand nicht mehr verringern und Schwaig sicherte sich letztlich ungefährdet auch den zweiten Satz. Mit Wechseln im Zuspiel, auf der Diagonalen und der Mittelblockposition versuchte Coach Bonelli die drohende Niederlage doch noch abzuwenden, und diese Maßnahmen fruchteten. Ähnlich wie in Satz 2 konnte die BADEN VOLLEYS bis zum 11:11 mit den Hausherren mithalten, ein Comeback-Sieg wie zuletzt gegen Gotha schien wieder möglich. Doch dann offenbarte sich erneut, was an diesem Abend den größten Unterschied machte: starke Aufschläge des Schwaiger Diagonalangreifers Michal Dzierwa setzten den Karlsruher Spielaufbau unter Druck, vier Punkte in Folge sorgten für die vorentscheidende 15:11 Führung. Die BADEN Volleys hingegen konnten den Schwaiger Annahmeriegel nicht mehr ins Wanken bringen, der Gastgeber spielte den Satz bis zum 25:19 souverän zu Ende und gab nur noch ein einziges Sideout ab. Bereits am kommenden Wochenende bietet sich für die BADEN Volleys die Chance, wieder Punkte und Selbstbewusstsein zu tanken: beim Heimspiel gegen die abstiegsbedrohten L.E. Volleys aus Leipzig (29.02.20, 20 Uhr, OHG).

Fünfpunktewochenende für die BADEN VOLLEYS
09.02.2020, 22:16 Uhr von Pressesprecher

Am vergangenen Samstag waren die „jungen Wilden“ vom Volleyballinternat Frankfurt in der Sporthalle des Otto-Hahn-Gymnasiums zu Gast. Die Mannschaft, die sich vor allem durch Athletik und Körpergröße auszeichnet, wurde von den Karlsruher konsequent mit 3:0 (-18 -14 -12) abgefertigt. Trainer Bonelli lobt seine Jungs: „Nach der Niederlage in Kriftel ein solches Spiel abzuliefern ist eine sehr gute Reaktion“. Besonders hervorzuheben war gegen die Frankfurter Lukas Jaeger, der unglaubliche 22 mal aufgeschlagen hat. „So etwas habe ich in drei Sätzen noch nie gesehen“, so Bonelli. Darüber hinaus steuerte Jaeger 14 Angriffs- und zwei Blockpunkte bei und wurde somit zum MVP gewählt. Nach dem sehr souveränen 3:0-Sieg gegen das VI Frankfurt am Samstagabend standen den BADEN VOLLEYS am Sonntagmittag die Blue Volleys Gotha gegenüber. Die Auswärtsbilanz gegen die Thüringer ist eindeutig: Zwei glasklare 3:0-Siege für Gotha. Zuhause konnte man jedoch einen 3:1-Sieg erringen. Als Tabellenzweiter gingen die Karlsruhe gegen den Tabellensechsten somit als Favorit ins Spiel. Davon war anfangs nichts zu sehen: „Gotha hat mal wieder bewiesen, dass sie eine sehr blockstarke Mannschaft sind. Alleine in den ersten zwei Sätzen haben sie 8 Blocks gemacht. Die Überlegungen, die wir uns am Anfang gemacht haben, haben darüber hinaus nicht gegriffen“, so Trainer Antonio Bonelli. Gotha agierte in allen Elementen sehr sicher, wohingegen die Jungs vom SSC immer wieder durch unglückliche Aktionen Punkte verschenkten. Trotzdem ging der erste Satz nur knapp mit 25:23 an den Gegner. Im zweiten Satz war die Überlegenheit der Thüringer noch klarer, sie führten schnell mit 5:1 und bauten diese Führung konsequent auf 14:7 aus. Der zweite Satz ging dann verdient klar mit 25:15 an Gotha. Nach diesen zwei Sätzen hatten die SSCler endgültig genug. „Wir haben es geschafft während des Spiels den Charakter zu ändern. Zwei Sätze lang haben wir versucht mit der Brechstange zum Erfolg zu kommen, bevor wir in Satz drei den Kopf eingeschaltet haben und mit großer Ruhe einfach gezockt haben“, so Libero Benjamin Dollhofer. Einen großen Beitrag dazu leisteten vor allem die taktischen Anpassungen des Trainerteams. So wurden nach zwei Sätzen die Zuspieler gewechselt und Robin Stolle ersetzte Jens Sandmeier auf der Diagonalposition, der von da an als Außen- Annahme agierte. Gerade Robin Stolle wurde von Bonelli gelobt: „Robin hat das heute für sein Alter sehr gut gemacht.“ Nach der taktischen Neueinstellung wendete sich das Blatt. Trotz 10:15 Rückstand im dritten Satz agierten die BADEN VOLLEYS mit viel Sicherheit und Spielwitz während den Blue Volleys die Ideen ausgingen. Der dritte Satz blieb so nach einem heißen Fight mit 29:27 in Karlsruhe. Im vierten Satz war weiter hochklassiges Volleyball angesagt. Beide Teams agierten auf Augenhöhe, jedoch zog Gotha zum Schluss mit 23:25 den Kürzeren. Nun galt es also, im Tiebreak nochmal alle Kräfte zu mobilisieren, was den Karlsruhern mit Bravour gelang. Zum Seitenwechsel stand es schnell 10:5. Diese Führung wurde dann konsequent zu Ende gespielt, wobei Thorben Sandmeier mit einem Ass zum 15:8 ein sehr umkämpftes Spiel beendete. Mit 42 Punkten verbleiben die BADEN VOLLEYS somit auf Platz zwei in der zweiten Bundesliga Süd.

Tiebreak Niederlage in Kriftel
02.02.2020, 15:43 Uhr von Pressesprecher

Nachdem die Baden Volleys aus Karlsruhe am vergangenen Samstag einen überzeugenden 3:0 Sieg über den Ligakonkurrenten Delitzsch einfahren konnten, wollte man durch weitere Punkte gegen Kriftel die aktuelle Form bestätigen.

Für Felix Roos, der aufgrund Krankheit diese Woche, wie einige andere Volleysakteure, nicht komplett mittrainieren konnte, rückte Robin Stolle als Diagonalangreifer in die Startformation. Auch Alexander Spintzyk erhielt dieses Mal den Vorzug vor Thorben Sandmeier auf der Mittelblockposition. Mit einem starken Schlagabtausch begann das Spiel wie erwartet. Die Karlsruher verpassten es sich entscheidend im ersten Satz abzusetzen und es schlichen sich immer mehr individuelle Fehler ein. Sowohl in der Annahme als auch Feldabwehr und Block waren die Karlsruher gefühlt noch in der Kabine. Kriftel nutzte diese Schwächephase der Karlsruher aus und konnte den ersten Satz durch eine sehr gut funktionierende Abwehr verdient mit 25:19 für sich entscheiden. Die Baden Volleys konnten sich jedoch zum Start des zweiten Satzes berappeln. Gute Aufschläge von Alexander Spintzyk brachten den Gegner immer mehr in der Annahme zum wackeln, im Gegensatz stabilisierte sich die Annahme der Karlsruher, was Zuspieler Thomas Heidebrecht alle Freiheiten gab, die Bälle sinnvoll und klug auf die Angreifer zu verteilen. Diese wurden vor allem durch Jens Sandmeier, dem späteren MVP des Spieles, krachend vollendet. So entschieden die Baden Volleys den zweiten Satz mit 25:17 für sich. Auch im dritten Satz konnten die Karlsruher an der Taktik festhalten und diese gnadenlos umsetzen. Kriftel fand nun gar nicht mehr ins Spiel: die Annahme wackelte erheblich, die Blockarbeit der Karlsruher brachte die Angreifer aus der Frankfurter Vorstadt immer mehr zum Verzweifeln und selbst wenn ein guter Ball auf die Seiten des Karlsruher Feldes kam, konnte dieser meist auf Basis einer guten Feldabwehr, direkt wieder zum Punktgewinn genutzt werden. Die Baden Volleys ließen nicht locker und gewannen den dritten Satz mit 25:14 für sich. Für manche war das Spiel in den Köpfen vielleicht schon gewonnen und abgehakt, jedoch kämpfte sich Kriftel im vierten Satz stark zurück und konnte einen Dreipunktevorsprung bis zum 20:17 halten. Die Annahme stand wieder und auch hatten die Kriftler Volleyballer jetzt das Quäntchen Glück auf ihrer Seite und konnten den Satz völlig verdient mit 25:19 für sich gewinnen. Es ging nun in den entscheidenden fünften Satz. Beide Mannschaften kämpften nun um jeden Ball, es entwickelte sich ein attraktives Spiel. Kriftel konnte sich jedoch wieder absetzen und entschied den letzten Satz mit 15:12 für sich.

Die Baden Volleys verloren das Spiel in Hessen verdient, man war oft zu lässig und fahrig in der Auswertung der eigenen Chancen. Nun wird der Fokus auf dem nächsten Wochenende liegen und darauf die eigenen Fehler zu minimieren. Denn mit dem Volleyball Internat Frankfurt und den Blue Volleys aus Gotha kommen am Samstag und Sonntag definitiv keine einfachen Aufgaben auf die Badener zu.

BADEN VOLLEYS nicht zu bremsen
27.01.2020, 12:15 Uhr von Pressesprecher

Mit Vollgasvolleyball hat das Bundesligateam der Baden Volleys SSC Karlsruhe am vergangenen Wochenende zurück in die Erfolgsspur gefunden. Noch vor dem dritten Rückrundenspiel betonte Cheftrainer Antonio Bonelli: „Wenn wir an unser Limit gehen, dann sind wir nur sehr schwer zu bremsen“. Was die Baden Volleys an ihrem Limit im Stande zu leisten sind bekam dann am Samstagabend die GSVE Delitzsch, innerhalb von lediglich 69 Minuten Spielzeit, zu spüren. Da war es also „das andere Gesicht der Mannschaft“, welches Mittelblocker und Routinier Jonathan-Leon Finkbeiner noch unter der Woche den Medien versprochen hatte. Im Vergleich zur vorwöchigen Auswärtspleite in Grafing war vor allem das Aufschlag- und Annahmespiel der Badener deutlich verstärkt. Auf der einen Seite ermöglichte dieses, dem an diesem Abend überragend aufgelegten, und nach Spielende von Traineridol Frank Pietzonka zurecht zum „Most Valuable Player“ nominierten Zuspieler, Fabian Schmidt, ein sehr zügiges und variantenreiches Angriffsspiel darzubieten.

Mit dieser Spielbasis ließen sich dann natürlich auch „Bonellis Pferdchen“ - wie unter der Woche so schön getitelt wurde - nicht zweimal bitten und verwandelten Ihre Angriffe teils wuchtig im gegnerischen Feld. Und auf der anderen Seite ermöglichte der wieder zurückgekehrte Aufschlagdruck den großwüchsigen Karlsruhern – im Schnitt fünf Zentimeter größer als die Kontrahenten aus Sachsen – immensen Zugriff in Ihrem Blockspiel. Neben einer Vielzahl an entschärften und gemeinsam mit der Feldabwehr kontrollierten Bällen häuften sich im Laufe des Spieles 12 direkte Blockpunkte für die Baden Volleys an. Unvergesslich wie Thorben Sandmeier dabei den Delitzscher Mittelangriff zeitweise im Alleingang dominierte. Vor allem in „Einer-Block-Situationen“ zeigten „Bonellis Pferdchen“ Ihre perfekten „Hufhaltungen“ und ließen neben den Zuschauern auch Hallensprecherlegende Philipp Scholz toben. Und auch ein sichtlich stolzer Jonathan-Leon Finkbeiner war nach dem Spiel nicht mehr aus dem Schwärmen herauszubringen: „Das war heute wirklich ein sehr souveräner Auftritt der gesamten Mannschaft. Wir haben taktisch diszipliniert und sehr klug gespielt. Wenn wir es schaffen diese Spielfreude aufrecht zu halten werden sich auch die kommenden Gegner vergeblich die Zähne an uns ausbeißen. Das ganze Team ist hungrig und will mehr...“.

Entsprechend selbstbewusst werden die Jungs um Ihren Kapitän und Führungsspieler Jens Sandmeier am kommenden Samstag zum abstiegsbedrohten Team der TuS Kriftel anreisen. Ein weiterer Sieg soll es natürlich sein. Anpfiff der Partie ist am Samstag, den 1. Februar 2020 um 20Uhr in der Sporthalle Weingartenschule. Wer die Reise nicht auf sich nehmen möchte ist selbstverständlich zum Daumendrücken, „Live-Tickern“ und mitfiebern unter https://www.vbl-ticker.de eingeladen. Zum Doppelspieltag in der Folgewoche (8. & 9. Februar 2020) wird dann wieder die Sporthalle des Otto-Hahn Gymnasiums zum beben gebracht. Wir freuen uns auch Euch!

Außerdem nicht verpassen: am kommenden Donnerstag gibt es wieder eine neue Folge des „Baden Volleys Podcast“. Lauscht den Jungs in lockerer Atmosphäre und mit viel Spaß bei Ihren wöchentlichen Einschätzungen und Meinungen zur 2. Bundesliga Süd und regionalem Volleyball im Allgemeinen: https://open.spotify.com/show/6R9QZvf9RHg4Z43XOyHY2q?si=hZ2swmOOTCuZ5zi8SXU_0w

Grafing bleibt Grafing
20.01.2020, 14:06 Uhr von Pressesprecher

Als Tabellenführer haben sich die BADEN VOLLEYS ins Bayrische aufgemacht. Die Aufgabe beim Tabellen sechsten war dieses Wochenende jedoch nicht zu meistern.

Die Karlsruher sind bisher eigentlich recht gut ins neue Jahr gestartet. Zwei Siege konnten zuletzt in Mainz (3:2) und zuhause gegen Freiburg (3:1) gefeiert werden. Der Vizemeister aus dem letzten Jahr blickte dato hingegen auf vier Niederlagen in Folge. Zumindest auf dem Papier waren die Badener also in der Favoritenrolle.

Ein genauerer Blick auf die Bilanz der letzten Begegnungen beider Teams offenbart allerdings ein anderes Bild. Noch nie konnte der SSC Karlsruhe in den letzten Jahren bei den Oberbayern einen Satz gewinnen. Daran sollte sich diesen Spieltag auch nichts ändern.

Der erste gespielte Punkt versprach viel. Gleich fünfmal überquerte der Ball das Netz ehe Grafing den ersten Punkt für sich verbuchen konnte. Beide Teams machten weiterhin keine Geschenke, wobei das Heimteam die Karlsruher meistens mit ein bis zwei Punkten auf Distanz halten konnte. Am Ende ging der erste Satz knapp mit 25:23 an Grafing.

Der zweite Satz versprach zunächst einen ähnlichen Schlagabtausch, jedoch verloren die Karlsruher nach der ersten technischen Auszeit den Faden. Kleinere Schwächen in der Abstimmung im Angriff sowie im Block-Abwehr Verhalten schlichen sich ins karlsruher Spiel. Ehe sich die BADEN VOLLEYS versahen wuchs der Abstand auf 22:16 aus Sicht der Grafinger. Die Hausherren waren in der Lage über eine solide Annahme ihr Spiel nach Belieben aufziehen. So konnten neben den Routiniers Julius Höfer und Michael Zierhut auch der erst 19 jährige spätere MVP Daniel Kirchner immer wieder Akzente setzen. Satz zwei ging somit deutlich mit 25:19 an die Oberbayern.

Nach einer akrobatisch beeindruckenden Tanzeinlage in der 10 Minuten Pause wollten die Karlsruher zumindest im dritten Satz ihrem Tabellenplatz gerecht werden. Leider verpassten die Badener gleich zu Beginn trotz guten einzel Aktionen von Lukas Jaeger und Jens Sandmeier dem Spiel ihren Stempel aufzudrücken. Bis zur zweiten technische Auszeit beim Stand von 16:15 für Grafing, war der Satz noch relativ ausgeglichen. Jedoch machten die Karlsruher wieder die Erfahrung der letzten Jahre, dass es in Grafing auch schnell gehen kann. Beim Stand von 23:17 konnte lediglich der neu eingewechselte Zuspieler, Thomas Heidebrecht, frischen Wind in die Partie bringen. Die Gastgeber hatten bei 24:18 zwar ihren ersten Matchball, aber es gelang den Karlsruhern, auch Dank guten Aufschlägen von Felix Roos, noch vier Matchbälle abzuwehren bevor sich Grafing mit 25:22 und somit drei neuen Punkte auf ihrem Konto für die gute Leistung belohnten.

"Grafing bleibt Grafing, auch wenn wir gerade vor ihnen in der Tabelle sind. Natürlich sind wir ursprünglich trotzdem hier hergekommen um Punkte mitzunehmen." meint Libero Benjamin Dollhofer nach dem Spiel.

Warum das nicht geklappt hat wird jetzt in der nächste Woche besprochen, aber auch nur kurz. Mit dem GSVE Delitzsch kommt ein Gegner nach Karlsruhe, den man sicherlich nicht auf die leichte Schulter nehmen darf.

Nächsten Samstag 20 Uhr im OHG wird sich zeigen ob die BADEN VOLLEYS den Anschluss an ein anderes badisches Erfolgsteam halten kann. Mit einem 3:1 Sieg gegen Kriftel sicherte sich die TSV Mimmenhausen schon am Samstag Abend den ersten Tabellenplatz und verweisen Karlsruhe damit aktuell auf Platz zwei.

BADEN VOLLEYS feiern Sieg im Baden-Derby!
13.01.2020, 22:33 Uhr von Pressesprecher

Zur Primetime am Samstagabend empfing der SSC Karlsruhe die Affenbande der FT Freiburg. Vor über 400 Zuschauern entwickelte sich nach langsamen Start ein echter Schlagabtausch, den die Baden Volleys mit 3:1 für sich entscheiden konnten.

Die Gäste aus Freiburg überraschten in ihrer Startformation auf der Zuspielposition. Mit dem Polen Maciej Madej wurde in der Winterpause ein neuer Spielmacher verpflichtet, welcher direkt das Vertrauen des Freiburger Trainers Jakob Schönhagen geschenkt bekam. Beim SSC rückte Benjamin Dollhofer wieder auf seine gewohnte Liberoposition und Fabian Schmidt ersetzte Thomas Heidebrecht auf der Zuspielposition.

Direkt zu Beginn zeigten die Hausherren, dass sie auf die eher mäßige Leistung in Mainz eine positive Reaktion folgen lassen wollten. Durch eine sehr starke Annahme-Leistung war es für Zuspieler Fabian Schmidt ein leichtes, das Angriffsspiel der Nordbadener variabel aufzuziehen und die Angriffslast auf mehreren Schultern zu verteilen. Insbesondere der Schnellangriff erwies als sehr effektiv und zeigte immer wieder Wirkung. Jedoch zeigten sich die Gäste auch wild entschlossen, den Derbyfight anzunehmen. Erst ab Mitte des Satzes konnte sich der SSC mit konsequenter Verwertung der Punktchancen immer weiter absetzen, bis schließlich eine Aufschlagserie von Jonathan Finkbeiner den Widerstand der Freiburger abbrechen ließ. Somit ging der erste Durchgang sehr deutlich mit 25:15 an die Hausherren. Auch der zweite Durchgang ging mit 25:18 relativ ungefährdet nach Karlsruhe. Auf Freiburger Seite wurde viel rotiert, was allerdings nicht die erhoffte Wirkung zeigte, sondern eher eine gewisse Unruhe im Spiel der Gäste entstehen ließ. „Man hat in den ersten zwei Durchgängen schon gemerkt, dass wir schon zwei ordentliche Sätze hinter uns hatten. Freiburg war da eigentlich noch nicht wirklich angekommen, da waren schon die ersten beiden Sätze durch“, so Diagonalangreifer Robin Stolle.

Ab dem dritten Durchgang fand die FTF zu der wohl besten Aufstellung an diesem Abend. Mit Routinier Markus Gensitz und der Zuspiel-Diagonal-Achse Kaufhold/Salomon stand nun eine fast komplett andere Mannschaft gegenüber. Durch enorm druckvolle Aufschläge wurde der Rhythmus im Karlsruher Angriffsspiel gestört und es musste beim Stand von 15:15 die erste Auszeit von Coach Bonelli genommen werden. Leider zeigte die Auszeit nicht die erhoffte Wirkung und das Spiel entglitt den Hausherren zunehmend und die Gäste konnten sich mit zwei Punkten absetzen. Zur Crunchtime zog Bonelli seine zwei Asse aus dem Ärmel und brachte zuerst Lukas Theuer und anschließend Frank Kögel aus der zweiten Mannschaft zum Aufschlag. Theuer servierte direkt ein Ass und Kögel konnte mit spektakulärer Abwehr zu zwei Breaks verhelfen und zum 24:24 ausgleichen. „Ich habe mir schon einen Einsatz erhofft, schließlich bin in ein absoluter Crunchtime-Player. Beim letzten Aufschlag wollte ich einfach zu viel, da sind die Pferde mit mir durchgegangen. Da muss ich noch lernen mich besser zu regulieren“, so der reflektierte Kögel. Der besagte Aufschlag gab den Freiburgern den ersten Satzball, den sie auch direkt zum ersten Satzgewinn nutzten.

Ab jetzt war es ein Spiel auf Augenhöhe mit teilweise sehenswerten Aktionen auf beiden Seiten. Insbesondere der junge Zuspieler Tom Kaufhold konnte überzeugen und wurde später auch zum wertvollsten Spieler seiner Mannschaft gewählt. Peu à peu konnten sich die Nordbadener mit guter Blockarbeit absetzen und beim Stande von 14:9 schien das Momentum klar auf Karlsruher Seite. Durch einige direkte Fehler in Annahme und Angriff gelang es den Hausherren allerdings nicht, den berühmten Deckel drauf zu machen. Selbst eine 22:19 Führung durch zwei grandiose Aufschläge von Alexander Spintzyk konnten noch nicht den Spielausgang besiegeln. Durch eine zweite selbstverschuldete Verzögerung bekamen die Hausherren beim Stande von 22:21 eine Bestrafung, was einen Punkt für den Gegner bedeutete. Die Freiburger Spieler witterten nochmals die Chance auf die Sensation. Insbesondere der Diagonalangreifer Dominik Salomon konnte durch einige emotionale Schmankerl auf sich aufmerksam machen und die mitgereisten Fans der Freiburger in Stimmung bringen. Als das Schiedsgericht beim Stande von 25:25 eine perfekte „Pancake“-Abwehr der Karlsruher fälschlicherweise abpfiff, drohte das Spiel zu kippen. Letztendlich zeigten die Karlsruher aber wiedermal warum sie in der Tabelle ganz oben stehen. Bei 27:27 gab es für die Angreifer der FT kein Durchkommen. Der erste Angriff landete wohl aus zu großem Respekt vor dem Block direkt im Netz. Der Matchball wurde dann von Schmidt geblockt, der an diesem Abend keine Lust auf einen Tie-Break hatte. „Im Endeffekt müssen wir mit den drei Punkten zufrieden sein. Die ersten beiden Sätze waren vielleicht zu deutlich. Danach haben wir teilweise nur mitgespielt anstatt selbst wieder Initiative zu ergreifen. In der Crunchtime haben wir dann aber echt gut zugepackt. Hut ab vor der Freiburger Comeback-Leistung. Was sie in den Sätzen drei und vier gezeigt haben, hat nichts mit einer Mannschaft im Abstiegskampf zu tun“, so Coach Bonelli.

Durch den Sieg bleiben die Männer aus der Waldstadt für eine weitere Woche an der Tabellenspitze und reisen nächste Woche zum schweren Auswärtsspiel nach Grafing bei München.

It´s Derbytime bei den BADEN VOLLEYS
10.01.2020, 16:24 Uhr von Philipp

Derbytime in der Sporthalle des Karlsruher Otto-Hahn-Gymnasiums. Zum Auftakt der Rückrunde in der zweiten Volleyball Bundesliga erwarten die BADEN VOLLEYS SSC Karlsruhe die FT Freiburg. So badisch das Match sein wird, so unterschiedlich sind die Vorzeichen unter denen die beiden Konkurrenten in die Partie gehen werden.

Während die BADEN VOLLEYS die Hinrunde vollkommend überraschend als Herbstmeister abschlossen, in 13 Spielen 30 Punkte holten und dabei nur einmal gar nicht punkteten, lief es bei den Breisgauern alles andere als rund. Die Fertigstellung der neuen, schmucken Arena ist eigentlich schon als das einzige Highlight der Hinrunde zu nennen – wobei auf das Schmuckkästchen so mancher Konkurrent in der Liga neidisch ist. Aber Immobilien sind nicht alles.

In der vergangenen Saison war die FT überraschend sportlich abgestiegen, konnte aber mittels Wildcard in der Liga bleiben. Eine teure, aber sinnvolle Investition in den renommierten Volleyballstandort Freiburg. Doch nun kämpfen die Südbadener wieder gegen den Abstieg, was für viele mindestens so überraschend ist, wie die Herbstmeisterschaft der BADEN VOLLEYS. Auf jeden Fall ist ein heißes Derby zu erwarten und eine Scharte will der SSC Karlsruhe auswetzen: Noch nie in ihrer sehr jungen Bundesligageschichte konnten sie zuhause gegen den Dino der zweiten Bundesliga gewinnen.

Die Chancen scheinen gut. Zwar haben die Breisgauer mit Marcus Gensitz und Wolfgang Beck die wohl erfahrensten Spieler der 2. Bundesliga Süd in ihren Reihen. Zusammen kommen die beiden Akteure auf über 40 Saisons und rund 1.000 Einsätze in dieser Liga. Dazu kommen solch Topspieler wie Oliver Hein oder Giovanni Böwer, die eine hervorragende Entwicklung im letzten Jahr genommen haben. Doch irgendwie ist auch diese Saison der Wurm drin. Die Blicke werden geradezu ungläubig, wenn man sieht, wie sehr sich die FT im Tabellenkeller schwertut. Auch darum warnt BADEN VOLLEYS Coach Antonio Bonelli: „Freiburg ist meiner Meinung nach eine der talentiertesten Teams der Liga mit einem tollen Kader – wir dürfen diese Truppe nicht ins Spiel kommen lassen.“

Dass die Mannschaft von Bonelli den Spielrausch der selbsternannten Affenbande unterbinden kann, wurde im letzten Halbjahr bereits bewiesen. Sowohl im Auftaktspiel der Saison, im Hinspiel noch in der alten Burdahalle, als auch im Halbfinale des Regionalpokals, konnten Sandmeier und Co. die FT jeweils mit 3:1 bezwingen. „Dazu haben wir diese Woche gut trainiert und auch das Trainingsspiel beim Tag des Volleyballs, veranstaltet vom Nordbadischen Volleyballverbande in Bretten, gegen den Erstligisten Volleyball Bisons Bühl, konnten wir gut gestalten“, sagt Bonelli.

Ein großes Fragezeichen hingegen steht hinter dem Einsatz von Mittelblocker Laurin Derr. „Er wird wohl wegen seiner Knieprobleme ausfallen“, befürchtet Bonelli. „Dennoch möchte ich einen Sieg im Prestigeduell.“ Das durchaus auch ein persönliches ist. Von 2003 bis 2006 spielte Bonelli im Schatten des Freiburger Münsters gemeinsam mit den Veteranen Gensitz und Beck. In gemeinsamen Erinnerungen wird dann aber maximal nach dem Spiel geschwelgt.

Die BADEN-VOLLEYS sind Herbstmeister!
06.01.2020, 09:14 Uhr von Pressesprecher

Mit einem hart erkämpften und etwas glücklichen 3:2 Sieg (22:25, 26:24, 25:22, 22:25, 15:13) bei der TGM Mainz-Gonsenheim beenden die BADEN VOLLEYS Karlsruhe eine famose Hinrunde mit 30 Punkten und sichern sich damit die Herbstmeisterschaft in der 2. Bundesliga Süd – im Januar.

Herbstmeister im Januar? Der Spielplan macht es möglich, da sowohl die vor dem Spieltag die Tabelle anführenden Karlsruher sowie der direkte Verfolger TSV Mimmenhausen ihr jeweils letztes Hinrundenspiel an diesem ersten Samstag im Januar bestritten. Zwei Punkte benötigte der SSC Karlsruhe, um die Hinrunde unabhängig vom Ergebnis des Spiels in Mimmenhausen an der Spitze der Tabelle zu beenden. Gegner bei der Mission Herbstmeisterschaft war die TGM Mainz-Gonsenheim. Die Mainzer haben diese Saison einige Abgänge zu verkraften und stehen derzeit auf Rang 9 der Tabelle, konnten durch zuletzt zwei Siege in Serie jedoch etwas Abstand zwischen sich und die Abstiegsplätze schaffen. „Die Mainzer sind besonders zuhause ein sehr gefährliches Team, wir haben uns dort in den vergangenen Jahren immer schwergetan. Wir werden sicherlich nicht den Fehler machen und die Jungs unterschätzen, auch wenn wir aufgrund der aktuellen Tabellensituation als Favorit ins Spiel gehen“ sagt Mittelblocker Thorben Sandmeier, der damit wohl auf die herben 0:3 Klatschen der letzten beiden Saisons anspielt.

Der Start in das neue Jahr begann ungewohnt. Anstelle des etatmäßigen Stammliberos Benni Dollhofer wurden Johannes Mahl und Daniel Brose als Liberos eingetragen, ein Resultat der guten Trainingsleistungen in den letzten Wochen. Dollhofer stand somit als Alternative auf der Außen-Annahme Position zur Verfügung, wo der SSC Karlsruhe bekanntermaßen zwar qualitativ, nicht aber quantitativ gut besetzt ist. Die größere Verwunderung folgte jedoch, als sich die Jungs des SSC zu Beginn des ersten Satzes auf dem Feld eingefunden hatten: aufgrund eines Fehlers in der beim Schiedsgericht eingereichten Aufstellung mussten die Spieler mit unbekannten Nebenleuten und veränderten Läufersituationen zurechtkommen. „Der geht voll auf meine Kappe als Coach. Doch die Mannschaft hat das dann einigermaßen kompensieren können“ ärgert sich Trainer Antonio Bonelli. Der Rückstand wurde jedoch nicht genug kompensiert, der Satz ging folgerichtig mit 22:25 verloren.

Satz zwei begann zwar mit der richtigen Aufstellung, jedoch brauchten die BADEN VOLLEYS wieder einige Punkte, um sich auf diese abermals veränderten Rahmenbedingungen einzustellen. So lag man schnell mit 4:8 zurück. Im weiteren Verlauf entwickelte sich ein zerfahrener, vom Kampf geprägter, offener Schlagabtausch zwischen beiden Teams, in dem sich die Karlsruher Punkt für Punkt an den Kontrahenten herankämpfen konnten, bis sie nach einer Aufschlagserie von Thomas Heidebrecht beim Stand von 17:16 zum ersten Mal die Führung übernahmen. Es folgte eine spannende Schlussphase, in der der SSC das glücklichere Ende für sich hatte und den Satz mit 26:24 gewann.

Der dritte Durchgang begann wie der zweite, mit einer schnellen Führung der Hausherren. Diesmal jedoch gab es keine Ausrede für den miserablen Start auf Seiten des SSC. Ein ums andere Mal scheiterten die Karlsruher Angriffe am Block oder wurden durch die vielzähligen und teils spektakulären Abwehraktionen der Mainzer entschärft. Beim Stand von 8:15 ereignete sich dann das nächste Unglück: beide Liberos der BADEN VOLLEYS, die bis dahin einen soliden Job gemacht hatten, jedoch das ein oder andere Mal Ihrer Unerfahrenheit Tribut zollen mussten, „verletzten“ sich simultan. Dadurch sah sich Coach Bonelli zum Schutz ihrer Gesundheit dazu gezwungen, sie für spielunfähig zu erklären. Somit musste nun Interims-Annahme-Außen Benni Dollhofer wieder auf seine angestammte Position zurückkehren. „Wir haben mit ihm sicherlich einen der besten Liberos der Liga in unseren Reihen“, sagte Bonelli nach dem Spiel. „Er brachte dann auch die notwendige Ruhe ins Spiel. Für Johannes und Daniel war es ein undankbares Spiel, aber sie werden aus den Erfahrungen lernen und weitere Einsatzzeiten sowie Verantwortung bekommen.“ Tatsächlich brachte dieser Wechsel einen Bruch im Spiel. Mainz machte plötzlich Fehler, Karlsruhe besann sich auf seine Stärke. Jonathan Finkbeiner zeigte den Mainzer Angreifern das ein ums andere Mal mit krachenden Blocks die Grenzen auf, die Annahme um Benni Dollhofer agierte nun deutlich sicherer und die Außenangreifer Jens Sandmeier, Lukas Jaeger und Felix Roos fanden kreative Wege, den Ball im gegnerischen Feld unterzubringen. So verringerte sich der Rückstand ähnlich wie im Satz zuvor Stück für Stück bis zum 20:22. Drei starke und zwei mit etwas Glück behaftete Ballwechsel später war der Satz plötzlich zur Verwunderung vieler Spieler und Fans mit 25:22 gewonnen.

Aufgrund des bisherigen Spielverlaufes könnte man meinen, der SSC hätte nun endlich zu seinem Spiel gefunden und den Gegner im Griff. Doch dem war nicht so. Die Karlsruher begannen mit dem bereits bekannten Rückstand zu Beginn des Satzes, doch anders als zuvor konnte dieser nicht mehr aufgeholt werden. Über 4:8 und 10:18 war der SSC den ganzen Satz über chancenlos, erst am Ende konnte durch eine Aufschlagserie von Alexander Spintzyk noch etwas Ergebniskosmetik betrieben werden. Der Satz ging mit 22:25 an Mainz. „Wir haben zunächst echt nicht gut gespielt“, analysierte Trainer Bonelli. „Aber wir haben zurzeit leider auch nicht die Breite im Kader, die uns erlaubt längere Schwächephasen zu kompensieren.“ Weiter geschmälert wurde der Kader in Mainz durch den kurzfristigen Ausfall des zuletzt stark aufspielenden Laurin, Derr aufgrund von Kniebeschwerden nicht ins Spielgeschehen eingreifen konnte.

Nun sollte also der Tiebreak über den Erfolg oder Misserfolg der Mission Herbstmeisterschaft entscheiden, ein Drama geschrieben ganz im Sinne nach den Vorstellungen des alten Aristoteles. Er begann auch sogleich mit einer Überraschung: die Jungs der BADEN VOLLEYS gestalten den Satzbeginn auf Augenhöhe, gingen gar in Führung und bauten diese zwischenzeitlich auf 10:6 aus. Mainz kam zwar nochmals bis auf einen Punkt heran, doch Karlsruhe blieb cool, hielt sein Sideout zum Ende des Satzes und konnte diesen mit 15:13 für sich entscheiden. Mission accomplished!

„Es war das erwartet harte Spiel mit dem glücklicheren Ende für uns, gegen so abwehrstarke Teams haben wir immer unsere Probleme. Wir sind einfach nur froh, dass wir das Spiel gewonnen und unsere grandiose Hinrunde mit dem Herbstmeister-Titel (nur Titel zählen!) gekrönt haben. Volleyballerisch war es sicherlich kein Top-Niveau, das ist so kurz nach der Weihnachtspause aber keine Überraschung. Dafür war es kämpferisch eine starke Leistung von beiden Teams“, resümiert Thorben Sandmeier das Spiel.

Weiter geht es für die BADEN VOLLEYS mit dem ersten Rückrundenspiel am kommenden Samstag um 20:00 Uhr im OHG, die FT Freiburg ist zu Gast. Ein heißes Derby wird erwartet, stecken die Breisgauer doch bereits jetzt mitten im Abstiegskampf und sind auf Revanche für das verlorene Hinspiel aus. Zuvor bestreitet die Karlsruher am 6. Januar im Rahmen des Tag des Volleyballs des Nordbadischen Volleyball-Verbands ein Freundschaftsspiel gegen die Bisons vom TV Bühl, Anpfiff in Bretten ist um 18 Uhr.

BADEN VOLLEYS überwintern auf Platz 1!
23.12.2019, 20:10 Uhr von Pressesprecher

Am vergangenen Samstag kam es in der Sporthalle des Otto-Hahn-Gymnasiums zum direkten Duell um die Herbstmeisterschaft der 2. Bundesliga Süd zwischen dem TSV Mimmenhausen und den BADEN VOLLEYS SSC Karlsruhe.

Trotz einer 2:3 Tie-Break Niederlage konnten die Volleyballer der Fächerstadt die Tabellenführung behaupten und damit hochzufrieden in die nur einwöchige Winterpause gehen und haben es beim letzten Hinrundenspiel am 4. Januar in Mainz noch selber in der Hand die "Herbstmeisterschaft" zu gewinnen.

Vor einer atemberaubenden Kulisse mit knapp 500 Zuschauern lieferten sich beide Mannschaften einen Schlagabtausch auf Augenhöhe. Cheftrainer Antonio Bonelli begann die Partie mit der gleichen Aufstellung wie in der vergangenen Woche mit Ausnahme von Thorben Sandmeier, der durch Alexander Spintzyk ersetzt wurde. Zu Beginn des ersten Satzes war das Spiel von einigen Flüchtigkeitsfehlern im Aufschlag und Spielaufbau gekennzeichnet. Die BADEN VOLLEYS liefen schnell einem Rückstand hinterher. Jedoch fand man ab Mitte des Satzes immer besser in den Rhythmus und beim Stande von 18:19 aus Karlsruher Sicht war der Satz fast gedreht. Einige nicht konsequent genutzte Chancen machten den Unterschied und der erste Durchgang ging mit 25:22 an die Gäste

In Satz 2 brachte Antonio Bonelli Thorben Sandmeier der für mehr Angriffsdruck über die Mitte sorgte. Das Spiel wurde durch Zuspieler Thomas Heidebrecht variabler aufgezogen, worauf der Block von Mimmenhausen keine Antwort hatte. Durch konsequentes Erhöhen des Aufschlagdruckes war schnell ein hoher Vorsprung erspielt, der bis zum Satzende nicht mehr abgegeben wurde. Der dritte Satz verlief weitestgehend ausgeglichen, wobei den Karlsruhern ein kurzer Sprint zum 20:17 gelang. Auch durch zwei nicht genutzte Satzbälle ließen sich die Hausherren nicht aus dem Konzept bringen und beendeten den Durchgang durch ein Ass von Kapitän Jens Sandmeier. „Der dritte Satz war sinnbildlich für unsere bisherige Saison. In den entscheidenden Situationen können wir uns auf unsere Stärken besinnen und meistern so auch schwierige Phasen“, so Zuspieler Fabian Schmidt. Im vierten Durchgang lies die Konzentration sehr stark nach und Trainer Bonelli war schon früh zu Auszeiten gezwungen. Leider konnten auch die Einwechslungen in diesem Satz nicht die Wende bringen, weshalb dieser Durchgang mit 25:18 an die Gäste ging. Das Spiel musste also, wie von einigen Experten prophezeit, im Tie-Break entschieden werden. Dieser begann mit einem 1:4 Rückstand aus Karlsruher Sicht sehr unglücklich. Nach dem Seitenwechsel zeigte die Mannschaft nochmal ihr Kämpferherz und kam auf 12:13 heran. Allerdings waren an diesem Tag alle Körner aufgebraucht, um den Satz herumzureißen. Durch eine geschickte Zuspielerfinte sicherte sich Mimmenhausen mit 15:13 den Sieg und feierte anschließend mit den mitgereisten Fans den neunten Sieg im zwölften Spiel. Wertvollster Spieler auf Seiten der Karlsruher wurde Jens Sandmeier. Die goldene MVP-Medaille ging an den überragenden Außenangreifer Jonas Hoffmann. „Heute an diesem Tag war für uns leider nicht mehr drin gewesen. Mimmenhausen hat in der Block-Feldabwehr überragend abgeliefert und wir konnten viele unserer Chancen nicht in gewohnter Konsequenz nutzen, manchmal fehlte etwas die Lockerheit manchmal aber auch der nötige Fokus auf die taktischen Vorgaben. Wir sind alle platt und freuen uns jetzt auf die Woche Pause. Denn in 2020 wollen wir richtig Gas geben und uns da oben in der Tabelle behaupten“, so Bonelli.

Bei den BADEN VOLLEYS ist alles bereit für das Duell um Platz Eins ­
20.12.2019, 16:56 Uhr von Philipp

Es ist angerichtet bei den BADEN VOLLEYS SSC Karlsruhe für ein grandioses Jahresfinale, von dem vor knapp 12 Monaten noch niemand beim SSC Karlsruhe zu träumen gewagt hat. Den Hauptsponsor mitten in der heißen Phase der Saison durch Insolvenz verloren, hing die Zukunft der SSC Volleyballer am seidenen Faden. Nun stehen sie auf Platz Eins der zweiten Volleyball-Bundesliga Süd und zu Gast ist mit dem TSV Mimmenhausen die Mannschaft, die nicht nur mit dem ehemaligen 212-fachen Nationalspieler Christian Pampel so etwas wie den Superstar der Liga in ihren Reihen hat, sondern auch ein Team, das aktuell ganz oben mitmischt. Für ein Volleyball-Highlight zum Weihnachtsfest ist also alles bereit. Anpfiff ist übrigens bereits um 18 Uhr.

Ähnlich wie die BADEN VOLLEYS hatte das Team vom Bodensee vor der Saison wohl niemand so richtig auf dem Zettel hatte. Am vergangenen Wochenende schnupperte der TSV bereits an der Tabellenführung, war es kurzzeitig auch, bis die Karlsruher ihre Partie in Hammelburg gewonnen hatten. Und sie sind zu Recht ganz oben in der Tabelle mit dabei – aktuell ist es Platz vier. Aber auch nur, weil Platz zwei und drei mehr Spiele absolviert haben. „Mimmenhausen ist ganz klar, die Mannschaft der Liga, die am besten drauf ist“, weiß BADEN VOLLEYS Coach Antonio Bonelli. „Sie haben das beste Satzverhältnis, holten in ihren letzten neun Begegnungen siebenmal ein 3:0.“

Eine beeindruckende Statistik, die vor allem darauf basiert, dass sich die Mannschaft von Spielertrainer Pampel emanzipiert. Reichte es in den vergangenen Jahren, den 40-Jährigen in den Griff zu bekommen, um gegen die Südbadener zu bestehen, ist jetzt mehr gefordert. Insbesondere Federico Cipollone, erstligaerfahrener Zuspieler, der als „Königstransfer“ der Liga von Rottenburg an den See wechselte, und Ex-Youngstar Jonas Hoffmann machen das Spiel des TSV Mimmenhausen unberechenbarer und erfolgreicher. Wenn dann Christian Pampel, der übrigens in Hochstetten mit dem Volleyballspielen begann, immer noch weit über 20 Punkte beisteuert, kann wahrlich von einem Brocken gesprochen werden, den die BADEN VOLLEYS am Samstag aus dem Weg zu räumen haben.

„Wir kennen Mimmenhausen sehr gut, bereits im Pokal konnten wir sie mit 3:2 bei ihnen zu Hause bezwingen“, sagt Bonelli. „Wir wissen, wie wir sie schlagen können.“ Nun also wird es für die BADEN VOLLEYS darum gehen, wie sie die taktischen Vorgaben, die Bonelli gemeinsam mit den Co-Trainern Jens-Peter Neubert und Markus Wintergerst sowie Scout Ercan Keskin ausgefeilt haben, umzusetzen. Motivieren hingegen wird Bonelli seine Jungs wohl kaum müssen. „Die brennen auf das Spiel“, weiß der Coach. „Es wird ein harter Kampf, aber meine Jungs sind hungrig.“ Wieder zur Verfügung steht am Samstag übrigens Jonathan Finkbeiner, der in Leipzig Ende November umgeknickt, war. „Da haben Doc und Physios herausragende Arbeit abgeliefert, dass Joni noch in diesem Jahr wieder fit wurde“, lobt Bonelli die medizinische Abteilung. Und vielleicht wird der 2,11 Meter-Riese das entscheidende Puzzleteil in Bonellis Taktikplan sein. Einem spannendem Spitzenspiel steht also nichts im Wege.

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Tabellenspitze der 2. Bundesliga Süd bleibt weiterhin in Karlsruhe
16.12.2019, 21:17 Uhr von Pressesprecher

Das als Topspiel angekündigte Aufeinandertreffen, der bisher beiden besten Mannschaften der Liga schien zunächst auch genau das zu bieten was es versprach.

Vor dem selbsternannten „besten Publikum der 2. Liga“, angeführt von Hallensprecher Olly Wendt, starten die Hammelburger gut in den ersten Satz und machten den Karlsruhern mit einer guten Blockarbeit das Leben schwer. Jedoch konnte dieses Niveau der Saalestädter nicht lang gehalten werden und so kam man auf Seiten des SSC immer besser ins Spiel. Letztendlich musste man jedoch den ersten Satz, welcher heiß umkämpft war, mit 23:25 an die Gastgeber abgeben.

Auch in Satz zwei schenkte man sich nichts und gestaltete das Spiel auf Augenhöhe bis hin zum 19:19 als beide Trainer einen sogenannten Doppelwechsel vollzogen. Dieser zeigte jedoch auf Seiten der BADEN VOLLEYS mehr Wirkung und so konnte man den Satzausgleich mit 25:20 schaffen. Im dritten Durchgang der Partie wurde es etwas kurios. Zunächst gestaltete sich das Spiel wieder ausgeglichen bis zum Stande von 12:12 als die BADEN VOLLEYS SSC Karlsruhe sich spontan dazu entschieden das Tempo anzuziehen und eine Sechs-Punkte-Führung aufzubauen. Strittige Schiedsrichterentscheidungen, welche zugunsten der Karlsruher in dieser Phase fielen, ließ in der ganzen Halle hitzige Stimmung aufkommen. Einen kühlen Kopf allerdings behielt die Mannschaft um Kapitän Jens Sandmeier allemal und spielte den Satz souverän zu Ende.

Im letzten Durchgang schien man die Gastgeber dann endgültig gebrochen zu haben. Sandmeiers überzeugten gleich doppelt mit sensationellen Einzelaktion. Nachdem der Senior am Netz mit einer Reihe von Blocks vorlegte, wollte der Junior hier natürlich in nichts Nachstehen und entschied sich dazu eine ganze Reihe von Assen von der Grundlinie zu schlagen. Auch Zuspieler Thomas Heidebrecht legt noch eine sehenswerte Serie von Aufschlägen hin und so stand es zwischenzeitlich 22:10 aus Sicht der Karlsruher. Da die einstellige Machtdemonstration allerdings nicht geschafft wurde, versuchte der jüngste im Team, Robin Stolle, noch ein „MUST HAVE“ aus Hammelburg mitzunehmen und brachte den Emotionsvulkan Moritz Rauber auf Seiten der Saalestädter noch kurzer Hand zum Ausbrechen.

Unterm Strich nehmen die BADEN VOLLEYS SSC Karlsruhe drei Punkte aus Unterfranken mit und festigen die Tabellenführung. Jetzt gilt es den Platz an der Sonne zu genießen und sich auf das Spiel gegen Ex-Nationalspieler Christian Pampel und Mittelblocklegende Bogdan Birkenberg, welche im Dress des TSV Mimmenhausen am 21. Dezember ins Ottohahn-Gymnasium kommen.

BADEN VOLLEYS reisen zum Topspiel der Liga nach Hammelburg
13.12.2019, 07:07 Uhr von Philipp

Es sind aktuell die besten beiden Teams der Liga, die da am Samstag aufeinandertreffen – auch wenn es die Tabelle nicht ganz so deutlich zeigt. Als Spitzenreiter sind die BADEN VOLLEYS SSC Karlsruhe beim TV/DJK Hammelburg zu Gast.

Lediglich zweimal mussten beide Mannschaften bislang als Verlierer das Feld verlassen – Ligaspitze. Dass Hammelburg „nur“ auf Platz fünf der Tabelle steht, liegt einmal mehr daran, dass die Konkurrenz mehr Spiele absolviert hat und somit auch mehr Gelegenheiten zum Punktesammeln nutzen konnte. Vielleicht liegt es auch mit daran, dass die Unterfranken den ein oder anderen Punkt unnötig abgegeben haben. Insgesamt fünfmal mussten sie über fünf Sätze gehen, behielten da aber auch viermal die Nerven. Eine insgesamt kampfstarke Truppe, die Trainer Cornel Closca da beieinander hat.

Und das weiß auch der Coach der BADEN VOLLEYS Antonio Bonelli, der sich nicht vom glatten Erfolg in der Qualifikation zum Deutschen Volleyball Pokal blenden lässt, als der SSC im Oktober den TV/DJK glatt mit 3:0 in Hammelburg bezwang. „Wir kennen Hammelburg zwar bereits aus dem Pokal“, so Bonelli. „Aber uns ist bewusst, dass uns an diesem Samstag nun die bestmögliche Mannschaft erwartet. Sie haben in der Liga bislang außergewöhnliches geleistet.“

Sein Widerpart wird wohl aus dem Vollen schöpfen können. Dazu setzen die Unterfranken in ihrem „Wohnzimmer“, wie sie liebevoll ihre Heimspiellocation Saaletalhalle nennen, auf ihr lautstarkes Publikum, das für ordentlich Stimmung sorgt. Für die BADEN VOLLEYS wird es im Speziellen darum gehen, die Gastgeber nicht ins Rollen kommen zu lassen, dann werden sie nur schwer zu stoppen sein.

Mit Oskar Brenner haben sie dann noch einen auf der Diagonalen, der Spiele entscheiden kann. Fünfmal wurde er bereits zum besten Spieler seines Teams gewählt. Dazu lenkt Routinier Laurentiu Vinatoru vom Zuspiel den Angriff der Hammelburger sehr effektiv. „Wir wollen trotz allem dort bestehen und punkten“, ist Bonelli vielleicht etwas bescheiden vor dem Topspiel der Liga. Immerhin können die BADEN VOLLEYS SSC Karlsruhe als Tabellenführer zurecht mit breiter Brust nach Hammelburg reisen.

Ein Wochenende, zwei Spiele, neun Sätze und fünf Punkte
09.12.2019, 17:12 Uhr von Pressesprecher

Am Samstagabend gelang es der Mannschaft von Antonio Bonelli, in einem Nerven zerreißenden Kampf, die Alpenvolleys Haching 2 zu schlagen. Die ersten vier Sätze waren von abwechselnder Dominanz der einzelnen Mannschaften geprägt (25:22; 20:25; 25:18; 15:25). Speziell im vierten Satz übten die Bayern mit ihren Aufschlägen enormen Druck aus – die Partie ging in den Tiebreak. Im fünften Satz gelang es den Karlsruhern sich einen Vorsprung zu erarbeiten, wodurch dieser mit einem Endstand von 15:12 gewonnen werden konnte. Auch Trainer Bonelli war nach dem Spiel sichtlich erleichtert:“ Es war wie erwartet das schwere Spiel für uns. Wenn wir wie ins Satz eins unseren besten Volleyball gespielt haben, kam Haching ins Schwanken. Andererseits, als die Alpenvolleys in Satz vier überragend gespielt haben, waren wir quasi chancenlos. Gut, dass wir das richtig einordnen konnten. So haben wir uns schon gegen Ende des vierten Satzes auf den Entscheidungsdurchgang eingestellt.“ Mit den Volley Youngstars Friedrichshafen reiste am Sonntag eine sehr starke Stützpunktmannschaft nach Karlsruhe, die einen technisch hervorragenden Volleyball spielt. Dies zeigte sich auch im zweiten Satz, den die Youngstars zu 17 gewannen. „Die Jungs trainieren mindestens fünf Mal in der Woche und bekommen eine Ausbildung und Betreuung, wie sie für Jugendspieler fast nicht besser sein könnte. Wer erwartet nach einem Satz einfach einen zweiten gegen die Youngstars zu gewinnen, hat sich gewaltig geirrt. Das funktioniert nur mit vollem Einsatz“, so der ehemalige Youngstar Alexander Spintzyk. Robin Stolle machte im vierten Satz mit einem Ass den 25. Punkt und besiegelte dadurch ein erfolgreiches Wochenende. Der ganzen Mannschaft und somit auch Kapitän Jens Sandmeier viel eine große Last von den Schultern: „Am Ende sind wir einfach froh 3 Punkte gewonnen zu haben und ein erfolgreiches Wochenende zu beenden. Die Youngstars waren heute so stark wie seit Jahren nicht mehr, aber den engen dritten Satz konnten wir zum Glück für uns entscheiden und damit auch das Spiel.“ Jetzt gilt es sich gut zu erholen, um am kommenden Wochenende im Hammelburg die Tabellenspitze zu verteidigen.