SSC Karlsruhe gelingt Befreiungsschlag gegen Hammelburg
15.10.2018, 05:57 Uhr von Pressesprecher

Eine geschlossene wie auch starke Mannschaftsleistung hat dabei den Ausschlag ergeben. „Ich ziehe den Hut vor den Jungs“, honorierte ein sichtlich gelöster Stefan Bräuer nach dem verwandelten Matchball die geschlossene Mannschaftsleistung all‘ seiner Jungs und fügte hinzu: „Diese Leistung ist unter der Woche entstanden, wir haben sehr sehr gut trainiert.“ Tatsächlich zeigte sich der ganze SSC-Tross von einer bemerkenswerten Seite. Zu Beginn tasteten sich beide Teams noch etwas ab, sodass es sehr ausgeglichen war: 3:3, 7:7 und 10:10. Doch dann erhöhten die Karlsruher das Tempo. Sinnbildlich für die Drangphase der SSC-Volleys zeigte Außenspieler Tim Kreuzer einen sehenswerten Ein-Mann-Block zum 16:12. Hier konnte schon erahnt werden, wie gut die Karlsruher drauf sind. Hammelburg hatte nichts entgegenzusetzen und musste den ersten Satz mit 16:25 abgeben. Der zweite Satz ähnelte in der Anfangsphase erneut dem ersten. 2:2, 7:7, es war ausgeglichen. In der Folge nutzten die Gäste die sich bietenden Chancen ein wenig besser und setzten sich mit 13:9 etwas ab. In Person von Kapitän Benjamin Loritz kam der SSC aber wieder heran. Eine Aufschlagserie beim 12:14 brachte die Hausherren plötzlich wieder mit 16:14 in Front. Es blieb bis zum Ende spannend. Da schmerzt es umso mehr, dass Loritz und Co. letztlich mit 26:28 in die Pause gehen mussten. An diesem Abend wirkten sie aber deutlich gefestigter. Was folgte war ein souveräner 25:20-Satzerfolg im dritten. Wie stark der SSC wirklich war zeigte der Satzball von dem später gewählten MVP-Mittelblocker Joni Finkbeiner. Bei seinem Jump Float-Aufschlag knallte der 2,11 Meter große Finkbeiner den Ball diagonal genau ins Eck – nicht zu verteidigen. Im Anschluss das gleiche Bild: Der SSC ließ die Gäste nicht aus den Augen und hielt die Schlagzahl hoch. Zu Beginn legten die Karlsruher direkt einen 5:0-Lauf hin. Hammelburg wehrte sich nach Kräften und schafften mit dem 19:19 den Ausgleich. Ein etwas unsauberer Angriffsschlag der Karlsruher beim 23:24 landete dann zur völligen Überraschung aller im Aus. Hammelburg holte sich also den vierten Satz, sodass der Tie-Break entscheiden musste. In dem bewiesen die SSC-Volleys Nerven aus Drahtseil. Punkt um Punkt schlugen sich beide Kontrahenten die Bälle um die Ohren. Beim 13:14-Matchball der Gäste wurde es auf einmal nervös. Die SSC-Anhänger schienen verunsichert ob des Matchballs und einer weiteren möglichen Niederlage. Loritz und Co. bewiesen aber endlich die ersehnte Nervenstärke und verwandelten den Matchball zum 18:16 – die Freude löste sich rasant. Tim Kreuzer freute sich über den Befreiungsschlag: „Wir haben heute alle ein geiles Spiel abgeliefert. Wir haben uns Stück für Stück reingesteigert und dann war es sehr emotional.“ Die Karlsruher dürfen den Sonntag nun nutzen, um sich am Sieg zu erfreuen. Ab Montag beginnen aber schon die Vorbereitungen auf das Auswärtsspiel am kommenden Samstag (20 Uhr) gegen Aufsteiger TSV Mimmenhausen. Gegen die haben die Karlsruher das Halbfinale im Regionalpokal mit 0:3 verloren. Jetzt gilt es, diese Leistung und diese Mentalität mitzunehmen und sich beim TSV zu revanchieren.

SSC Karlsruhe zu Hause gegen Hammelburg gefordert
12.10.2018, 07:24 Uhr von Pressesprecher

Das wird keine leichte Aufgabe, denn bereits in der vergangenen Saison zogen die Karlsruher gleich zweimal den Kürzeren. 1:3 und 2:3 lauteten die beiden Ergebnisse der letzten Spielzeit aus Sicht der Karlsruher. Waren die Badener beim damaligen Saisonauftakt noch überfordert, boten sie in der Rückrunde ein gutes Spiel.

Doch wie bereits so häufig gelang es den SSC-Volleys auch da nicht die Entscheidung herbeizuführen. Das soll nun anders werden. Aktuell stehen die Vorzeichen bei den Teams allerdings grundverschieden. Hammelburg steht mit drei Siegen aus fünf Spielen momentan auf dem dritten Platz. Der SSC rangiert nach drei Niederlagen in Folge auf dem letzten Rang. Ein Sieg wäre für die Karlsruher also womöglich der Anstoß, den sie benötigen. Zuspieler Fabian Schmidt erwartet starke Gäste: „Hammelburg hat ein starkes Diagonal-Duo, das wir in den Griff bekommen müssen.“

Damit überhaupt ein Sieg in den Bereich des Möglichen fällt, müssen die SSC-Volleys laut Schmidt endlich wieder zu „sich selbst finden und somit wieder an die Leistungen von Grafing und Rüsselsheim anknüpfen.“ Ein mitentscheidender Vorteil könnte unter Umständen wieder das Karlsruher Publikum werden, dass schon im ersten Heimspiel eine regelrecht ohrenbetäubende Unterstützung abgeliefert hat. Gelingt das Schmidt und dem Rest des Teams, erwartet Hammelburg ein kräftezehrendes Auswärtsspiel. Womöglich holen die Karlsruher nicht nur die ersten Punkte, sondern legen auch die letztjährigen Ergebnisse ad acta.

SSC Karlsruhe verpasst Einzug ins Achtelfinale des DVV-Pokals
08.10.2018, 05:21 Uhr von Pressesprecher

Am Samstagnachmittag haben die Volleyballer des SSC Karlsruhe mit 0:3 (22:25, 22:25 und 21:25) gegen den Aufsteiger TSV Mimmenhausen verloren. Alles überragender Akteur war dabei Ex-Nationalspieler Christian Pampel. Im Moment ist ein wenig der Wurm drin. Der SSC präsentierte sich bislang in allen Spielen mehr als ordentlich. Am ehesten verkorkst war noch der 0:3-Auftakt in Mainz. Ansonsten zeigten die Jungs von Stefan Bräuer in den restlichen Spielen gegen Grafing und Rüsselsheim jeweils eine sehr gute Leistung. Punkte gab es aber keine. Nach dem Gewinn des Verbandspokals sollte nun im Regionalpokal der nötige Motivationsschub folgen. Mit dem bereits gesetzten Erstligisten WWK Volleys Herrsching stand der potenzielle Gegner im DVV-Pokalachtelfinale bereits fest. Aus der erneuten Qualifikation wurde allerdings nicht. Schon im Halbfinale hatten die Karlsruher gegen Aufsteiger TSV Mimmenhausen große Mühe. Besonders der ehemalige deutsche Nationalspieler Christian Pampel versenkte zahlreiche Bälle im Feld der Karlsruher. Allen voran deshalb holten die SSC-Volleys keinen Satz und mussten sich am Ende enttäuscht geschlagen geben. Ein zu starker Christian Pampel sowie zu viele Fehler machten letztlich den Ausschlag. Bestes Beispiel: Im dritten Satz führten die Karlsruher lange Zeit mit drei, vier Punkten. Ohne die nötige Lockerheit ließen die Hausherren den Aufsteiger beim 21:21 ausgleichen. Danach trat Pampel zum Aufschlag an, jagte Bräuer und Co. die Bälle um die Ohren und verwandelte den Matchball zum 25:21. Bräuer fehlte im Spiel seiner Jungs die „gewisse Lockerheit“, die es bedarf, um einen Gegner auf Augenhöhe zu schlagen. Mimmenhausen nahm diesen Sieg mit und schlug im Finale auch den SV Fellbach souverän mit 3:0. Im Achtelfinale des DVV-Pokals dürfen sie jetzt also mit ihrem Leader Pampel gegen Herrsching ran. Für den SSC geht es jetzt kommenden Samstag (20 Uhr) zu Hause gegen den TV Hammelburg. Dann haben die Karlsruher die nächste Chance ein gutes Spiel mit den ersten Punkten zu krönen.

Regionalpokalfinale beim SSC Karlsruhe
04.10.2018, 09:28 Uhr von Philipp

Am Sonntag, 7. Oktober, 11 Uhr, trifft der SSC Karlsruhe zu Hause im Halbfinale des Regionalpokals auf den Aufsteiger TSV Mimmenhausen. Sollten die Karlsruher das Halbfinale sowie das Finale gewinnen, wartet im Achtelfinale der bereits gesetzte Erstligist WWK Volleys Herrsching. Doch vom frühzeitigen Finaleinzug will im Lager der SSC-Volleys niemand etwas hören. Zurecht darf man sagen. Denn nicht nur das bekannte Sprichwort „Der Pokal hat seine eigenen Gesetze“ übt die Karlsruher in Demut, sondern auch der Aufsteiger Mimmenhausen wird im Halbfinale ein schwieriger Gegner. Nicht zuletzt wegen Ex-Nationalspieler Christian Pampel, auf den das Spiel maßgeschneidert ist. Im anderen Halbfinale spielt die TSG Heidelberg-Rohrbach gegen den SV Fellbach. Das Finale findet im Anschluss an die beiden Halbfinals ebenfalls im Otto-Hahn-Gymnasium Karlsruhe statt. Nach drei Liga-Niederlagen in Folge wollen die Jungs von Stefan Bräuer am Sonntag endlich wieder in die Spur finden. Bei diesem Vorhaben soll auch wieder die eigene Kulisse eine mitentscheidende Rolle spielen. Im OHG soll die eigene Euphorie über die des Aufsteigers gestellt werden. Mimmenhausen hat am vergangenen Wochenende den SV Fellbach mit 3:0 geschlagen. Leicht wird das Halbfinale auf alle Fälle nicht. Bräuer ist das alles aber egal. Das Alles-oder-nichts-Spiel weckt in ihm vielmehr eigene Motivation: „Die Jungs sind heiß auf dieses Duell. Die Einheit am Mittwoch war extrem gut.“ Für den Coach zählt erst einmal auch einzig das Halbfinale. Ein frühzeitiges Denken an den DVV-Pokal wäre ein „großer Fehler“. Am Sonntag nicht zur Verfügung stehen werden die beiden Neuzugänge Yannick Erpelding und Alexander Spintzyk (beide erkältet) sowie Libero Timo Goes (beruflich).

SSC Karlsruhe fehlt in Rüsselsheim erneut letzte Konsequenz
01.10.2018, 07:31 Uhr von Pressesprecher

Am Samstagabend unterlagen die Karlsruher nach einem erneut guten Auftritt der TG Rüsselsheim mit 1:3 (22:25, 24:26, 25:19, 25:27). Ein Blick auf die Endstatistik zeigte gegen Rüsselsheim am Ende ein 97:96 zu Gunsten der Karlsruher. Eine Woche zuvor holten die SSC-Volleys auch gegen Grafing mit 99:98 mehr Punkte. Trotzdem stehen die Mannen von Stefan Bräuer das dritte Mal hintereinander mit leeren Händen da – eine schmerzhafte Erfahrung. „Es war ein tolles Spiel, in dem wir nicht konsequent zu Ende gespielt haben“, konstatierte Bräuer nach dem ausgeglichenen Duell. Die Karlsruher verlangten den technisch versierten Hausherren alles ab – und das in jedem Satz. Und hier zeigt sich in dieser Anfangsphase der Saison gleichzeitig die größte Stärke der Karlsruher. „Die Qualität der Jungs liegt darin, dass sie einfach nie aufgeben und immer durchziehen“, lobt Bräuer die positive Einstellung seiner Schützlinge.

Mithilfe dieser Einstellung gelang es den Karlsruhern dann eben auch im dritten Durchgang den Spieß umzudrehen. Rüsselsheim schien ein wenig durchzuatmen, die Karlsruher nicht. Sie nutzten die Passivität der Gastgeber eiskalt aus. Doch Rüsselsheim erholte sich davon und ging Anfang des vierten Satzes direkt mit 6:2 in Führung. Zwar kamen die SSC-Volleys kurze Zeit später auf 6:7 heran, Rüsselsheim erhöhte im Anschluss aber wieder auf 13:11 und 17:13. Es folgte erneut eine starke Phase von Bräuer und Co. Plötzlich standen sich beide Teams beim 21:21 gegenüber. Die Karlsruher hatten sich herangekämpft. Besonders Mittelblocker Thorben Sandmeier legte ein Bombenspiel hin. Neun seiner zehn Angriffe fanden den Weg aufs Parkett und ließen die Gastgeber nicht davonziehen. Bei eben jenem 21:21-Remis half jedoch auch nicht die Durchschlagskraft des 2,04 Meter großen Mittelblockers. Zu viele Fehler im Angriff besiegelten das 25:27 aus Karlsruher Sicht und ließen Rüsselsheim aufatmen.

Regionalpokal und die Jagd nach dem Erfolgserlebnis

Nach der bitteren Niederlage in Rüsselsheim folgt nun am kommenden Samstag, den 7. Oktober, der Regionalpokal. Hier bekommen die Karlsruher die Chance das erhoffte Erfolgserlebnis einzufahren. Bräuer weiß um die Wichtigkeit vor dem ersten Halbfinale gegen Aufsteiger TSV Mimmenhausen: „Der Weg ist der richtige. Uns fehlt einfach die Sicherheit.“ Am Wochenende wollen sich die SSC-Volleys diese holen. Ein kleiner, aber zugleich großer Nebeneffekt wäre zusätzlich der erneut mögliche Einzug ins DVV-Pokalachtelfinale. Sollten die Karlsruher das Halbfinale sowie das Finale gewinnen, wartet im Achtelfinale der bereits gesetzte Erstligist WWK Volleys Herrsching.

SSC Karlsruhe reist nach Rüsselsheim
28.09.2018, 06:23 Uhr von Philipp

Statistiken gewinnen bekanntlich keine Spiele. So oder so ähnlich hat man das ja des Öfteren schon erlebt. Das gleiche Déja-Vu hatte nach dem Wochenende gegen Grafing (1:3) auch SSC-Coach Stefan Bräuer: „Wir waren nahezu in allen Statistiken besser und haben trotzdem verloren.“ Die knappe, aber doch treffende Analyse macht deutlich, wie eng es gegen den Vorjahresmeister tatsächlich zuging. Die ersten zwei Sätze verloren die Karlsruher jeweils mit 24:26, um den vierten sogar hauchdünn mit 26:28 abzugeben. Übrig bleibt nach dem wahren Krimi die Erkenntnis, dass besonders die Endphase bei den Karlsruhern noch besser werden muss. „Es kommt darauf an in der Endphase keine Fehler zu machen“, erklärt Bräuer die einfache Gewinn-Formel. Gerade in den wichtigen Momenten müssen die Karlsruher lernen, die Big-Points einzufahren. Außenspieler Jens Sandmeier sieht schon jetzt aber eine deutliche Verbesserung: „Ich denke wir haben letztes Wochenende eine gute Basis gelegt, auf der wir aufbauen können. Jetzt müssen wir gegen Rüsselsheim unsere Leistungssteigerung bestätigen und dann ist alles möglich.“ Die wird gegen Rüsselsheim auch bitter nötig sein. Denn die Hausherren gehören zum routinierten Typ Mannschaft. Zum Auftakt konnten sie zu Hause bereits den SV Fellbach mit 3:1 bezwingen. Beide Teams kennen sich außerdem aus der Vorbereitung. Die SSC-Volleys wissen also auf welche Art von Gegner sie treffen. Ob im Auswärtsspiel auch Außenspieler Tim Kreuzer mitwirken kann, ist nach wie vor fraglich. Kreuzer laboriert an einer Schulterverletzung. Eine Entscheidung soll bis Samstag gefällt werden.

Halbfinalpaarungen im Regionalpokal stehen fest Als Verbandspokalsieger haben sich die Karlsruher am vergangenen Wochenende für den Regionalpokal qualifiziert und treffen dort am 7. Oktober im Halbfinale im heimischen Otto-Hahn-Gymnasium auf den Zweitliga-Aufsteiger TSV Mimmenhausen. Im anderen Halbfinale spielt die TSG Heidelberg-Rohrbach gegen den SV Fellbach. Im Finale im Anschluss wird dann der Regionalpokalsieger ermittelt. Dieser ist dann für das Achtelfinale des DVV-Pokals qualifiziert und trifft auf den bereits gesetzten Erstligisten WWK Volleys Herrsching.

SSC Karlssruhe liefert Vorjahresmeister Grafing einen klasse Fight ab
24.09.2018, 10:16 Uhr von Pressesprecher

Den Slogan oder auch zeitgerecht Hashtag „Heiß auf Volleyball“ konnte man am Samstagabend im Otto-Hahn-Gymnasium nicht übersehen. Die Halle brodelte von Beginn an. Trainer Stefan Bräuer zeigte sich nach der verlorenen Partie ziemlich angetan vom eigenen Publikum: „Das war eine sensationelle Kulisse für die Jungs.“ Mit der vollen Halle im Rücken lieferten die Karlsruher ein nahezu komplett verändertes Spiel zur Vorwoche ab. Selbst nach den knapp verlorenen ersten beiden Sätzen (je 24:26) ließen die SSC-Volleys zu keiner Zeit die Köpfe hängen. Die zehnminütige Unterbrechung tat den heißen Köpfen um Kapitän Benny Loritz durchaus gut – aber auch für die mitreißenden Fans kam die Pause gelegen.

Dadurch konnten die Karlsruher ein wenig den Adrenalinspiegel senken und einen astreinen dritten Durchgang hinlegen. Der Vorjahresmeister aus Grafing hatte jetzt nicht sonderlich viel zu melden und musste sich völlig verdient mit 18:25 geschlagen geben. Hätten die Jungs von Bräuer diese Entschlossenheit auch in die Endphase des vierten Satzes an den Tag gelegt, wäre am Ende mit ziemlicher Sicherheit etwas Zählbares herausgesprungen. Die Karlsruher lieferten sich einen offenen Fight, bei dem jeder Punkt mit viel Schweiß erarbeitet werden musste. Keine Mannschaft konnte sich absetzen. Weder am Anfang beim 7:7 noch bei der knappen 18:17-Führung für den SSC. Die Zuschauer sahen ein hochklassiges Spiel, in dem die Karlsruher beim 25:25 nah am erneuten Satzgewinn standen. „Wir hatten unsere Chancen“, sagte ein enttäuschter wie auch stolzer Bräuer. Seine Jungs haben sich für eine großartige Leitung einfach nicht belohnt. Dennoch freute ihn auch vor allem die durchweg kämpferische Einstellung im Vergleich zur vorherigen Woche in Mainz.

SSC Karlsruhe gewinnt Verbandspokal

Einen Tag nach dem starken Ligaauftritt gegen Vorjahresmeister TSV Grafing (1:3) haben die Volleyballer des SSC Karlsruhe am Sonntag im Finale gegen die TSG Blankenloch (3:0) den Verbandspokal gewonnen. Außenspieler Lukas Jaeger wurde zum MVP gekürt.

Ohne größere Mühe haben die Herren 1 des SSC das Halbfinale und Finale gewinnen können. Im Halbfinale gegen die Herren 2 musste sie jedoch gleich den ersten Satz abgeben. Danach wurde es aber ein standesgemäßer 3:1-Erfolg (21:25, 25:17, 25:15 und 25:25:17). Das Finale lief für die SSC-Volleys dann auch nach Plan. In keinem Satz konnte die TSG Blankenloch gefährlich werden. Ein ungefährdeter 3:0-Sieg bedeutete den Sieg im Verbandspokal. Nun geht es in der nächsten Runde im Regionalpokal um den Einzug ins Achtelfinale des DVV-Pokals. ­

Auf den SSC Karlsruhe wartet Vorjahresmeister Grafing
20.09.2018, 14:02 Uhr von Pressesprecher

Der gesamte Verein fiebert dem ersten Heimspiel bereits seit Wochen entgegen. Dabei ist der erste Gegner niemand geringeres als Vorjahresmeister TSV Grafing.

„Der erste Satz war gut“, blickt Trainer Stefan Bräuer auf die 0:3-Niederlage in Mainz zurück. Lange Zeit war der SSC ebenbürtig, um dann den Sack doch nicht zuzumachen. „Es hat an Aggressivität gefehlt, das muss sich jetzt ändern“, fügt er hinzu. Deshalb ist man bei den SSC-Volleys auch alles andere als verängstigt vor dem Vorjahresmeister. Die Freude überwiegt vielmehr. Zwar hat Grafing vor einer Woche bereits angedeutet, wie es gehen kann. Beim 3:0 über die AlpenVolleys Haching II ließen sie nichts anbrennen.

Doch laut SSC-Kapitän Benny Loritz liegt auch hier eben die größte Chance: „In dieser Situation haben wir wenig zu verlieren und können daher befreit aufspielen.“ Nicht nur deshalb erwartet Loritz einen anderen und leidenschaftlicheren Auftritt seiner Teamkollegen. Besonders viel Unterstützung erhoffen sich die Karlsruher von ihrem fantastischen Publikum im OHG, dass sie wieder frenetisch angefeuert werden. Wenn dann noch die spielerische Klasse mitdazukommt, darf man gespannt sein, wie der erste Heimauftritt für Bräuer am Ende ausfallen wird.

Mithelfen bei der Mission Heimspiel kann dabei voraussichtlich auch wieder Libero Benny Dollhofer, der letzte Woche verletzungsbedingt noch ausgefallen war. Dollhofer trainierte die Woche über voll mit. Eine finale Entscheidung wird aber am Samstag getroffen. Informationen zu Tickets und Dauerkarten gibt es unter http://www.volleyball-karlsruhe.de/herren1/seite/21/.

Erst Grafing dann Verbandspokal

Einen Tag nach dem Duell gegen Grafing treten die SSC-Volleys im Halbfinale des Verbandspokals in Bretten an. Sollten Sie diesen gewinnen würden die Mannen von Bräuer im Regionalpokal mit Vertretern aus Südbaden und Württemberg um den Einzug ins Achtelfinale des DVV-Pokal (Deutscher Volleyball-Verbandspokal) kämpfen.

Für den Coach ist diese Gelegenheit allerdings eine Nebensache: „Der Fokus liegt auf Samstag. Alles was danach kommt ist Zugabe.“ Erst nach der Partie gegen Grafing darf also an den Pokal gedacht werden. Das ist auch gut so, da auch erst am Samstag der Halbfinalgegner der Karlsruher ermittelt wird.

SSC Karlsruhe mit Auftaktpleite gegen Mainz
17.09.2018, 06:22 Uhr von Pressesprecher

Nach einem mehr als durchwachsenen Auftritt haben die Badener bei der TGM Mainz-Gonsenheim mit 0:3 verloren (23:25, 17:25 und 17:25).

Von beiden Teams wurde im Vorfeld keine Volleyball-Magie erwartet. Dafür stehen beide noch am Anfang der Saison, wie letztlich auch die gesamte Liga. Dennoch war die Vorfreude bei den SSC-Volleys um Neu-Trainer Stefan Bräuer riesig. Die Saisonvorbereitung mit all‘ dem Schweiß und Konditionseinheiten hat endlich ein Ende. So euphorisch die Karlsruher an die Partie gingen, so schnell schien sie allerdings wie weggeblasen. Eine verpasste Chance im ersten Satz brachte die Truppe von Stefan Bräuer ins Grübeln. Dabei war das völlig unnötig. Gerade in Durchgang eins waren die Jungs, bei denen Libero Benny Dollhofer verletzungsbedingt ausfiel, da - ein Spiel auf Augenhöhe. Gegen Ende des Satzes verpassten es die Karlsruher jedoch die Chance beim Schopfe zu packen. Mit dem 23:25 mussten sie sich also auf den zweiten Satz konzentrieren.

Und ab da rätselte nicht nur Bräuer, sondern auch die mitgereisten Anhänger. Beim SSC verschwand nach und nach der Glaube an den Erfolg. Die heimstarken Mainzer agierten solide und aggressiv – mehr aber auch nicht. Der SSC kam mit sich nicht mehr zurecht. Also drückten die Mainzer noch mehr auf Angriff. Die Folge waren Wechsel, die Suche nach dem möglichen Schlüssel, um doch noch zurückzufinden. Leider vergebens. Besonders im Block- und Aufschlagspiel ging den Karlsruhern die Aggressivität ab. Genau diese Elemente, die im Härtetest eine Woche zuvor gegen Bundesligist TV Rottenburg noch so gut funktioniert haben. „Wir haben den Gegner stark gemacht und gemerkt, dass bei uns nicht viel zusammenläuft“, konstatierte ein zerknirschter Bräuer. Der Gastgeber nutzte die Unentschlossenheit eiskalt aus. Mainz gelang es über den Zuspieler immer wieder clever die Räume zu finden. Zwar gab es seitens des SSC Lichtblicke, für eine Aufholjagd reichten diese aber nicht aus.

Bräuer gab aber nicht viel Zeit sich mit dieser Niederlage zu beschäftigen: „Wir sind enttäuscht, das ist klar. Aber das ist auch nur ein Spiel und nächste Woche können wir es besser machen.“ Mit dem TSV Grafing wird der Vorjahresmeister am kommenden Samstag, den 22. September, im OHG zu Gast ein. Einfacher wird die Aufgabe dann zwar nicht, aber vielleicht ist es eben das, was die Karlsruher jetzt brauchen. Ein richtiges Kaliber, wo man nur glänzen kann.

SSC Karlsruhe muss zum Auftakt nach Mainz
13.09.2018, 17:59 Uhr von Pressesprecher

Zum Saisonauftakt erwartet die Karlsruher ein schweres Auswärtsspiel bei der TGM Mainz-Gonsenheim (19 Uhr).

„Endlich geht es wieder los“, befeuert Neu-Coach Stefan Bräuer die Stimmung im Vorfeld des Saisonauftakts. Seit dieser Saison steht er für Diego Ronconi (jetzt Sportdirektor) an der Karlsruher Seitenlinie. Über drei Monate schwitzten und ackerten die SSC-Volleys in der Halle, im Fitnessstudio oder im Trainingslager. Jetzt können sie endlich von der Leine gelassen werden. Den letzten Test am vergangenen Wochenende gegen den Drittligisten TV Bliesen gewannen die Karlsruher mit 5:1. Dabei sah Bräuer jede Menge positiver Dinge. Im Vergleich zum verlorenen Härtetest gegen Bundesligist TV Rottenburg (2:4) dominierten die Karlsruher die Partie von Beginn an. Als richtiger Gradmesser dient der Test freilich nicht, dafür war „die Gegenwehr deutlich geringer als die eines Erstligisten“ gibt Bräuer zu verstehen. Auch personell kann er nahezu und spruchreif aus dem Vollen schöpfen. Bis auf Felix Roos (Fingerbruch) sind alle fit. Ebenso in Sachen Neuzugänge: Neben den beiden Mittelblockern Alexander Spintzyk und dem luxemburgische Nationalspieler Yannick Erpelding hat sich auch Youngster Simon Gallas laut Bräuer „gut eingefügt“. Ein Einsatz der drei ist am Wochenende durchaus denkbar. Eine genaue Vorstellung hat der im Taunus lebende Bräuer auch schon. Unabhängig davon erwartet er zum Auftakt „ein Geduldspiel“, nicht vom höchsten Gütesiegel. Dafür sind beide Teams noch zu wenig eingespielt.

Empfindet er nach seinen zahlreichen Trainerstationen überhaupt so etwas wie Nervosität? „Der Standard ist, dass ich vor jedem Spiel nervös bin. Egal ob ich eine U11- oder Bundesliga-Mannschaft betreue“, verriet der Coach und fügte hinzu: „Die Nervosität ist auch gut, denn das Spiel ist immer etwas Besonderes, auf das man hinarbeitet.“

Eine Woche nach Mainz steigt dann für den SSC Karlsruhe zu Hause der Saisonauftakt. Am 22. September treffen die Volleys auf den Vorjahresmeister TSV Grafing. Der gesamte Verein fiebert dem ersten Heimspiel bereits seit Wochen entgegen. 20 Uhr ist Anpfiff im Otto-Hahn-Gymnasium. Informationen zu Tickets und Dauerkarten gibt es unter http://www.volleyball-karlsruhe.de/herren1/seite/21/.

SSC Karlsruhe besteht Härtetest beim Erstligisten TV Rottenburg
06.09.2018, 06:58 Uhr von Philipp

Es war ein echter Härtetest für die Volleyballer des SSC Karlsruhe. Gut eine Woche vor dem Saisonauftakt in der zweiten Bundesliga am 15. September, waren die Karlsruher zu Gast beim Erstligisten TV Rottenburg. Es sollte ein langes Match werden, denn die beiden Trainer hatten vereinbart, insgesamt sechs Sätze zu spielen. Es kam ja weniger auf das Ergebnis an als auf Erkenntnisse aus dem Spielgeschehen. Insofern ist das Ergebnis auch schnell erledigt. Mit 2:4 (-23; 15; 18; 17; -16; 18) unterlagen die Badener den Schwaben, für den Karlsruher Coach Stefan Bräuer war der Test dennoch gelungen: „Wir haben wieder einen Schritt nach vorne gemacht. Es war ein sehr guter Test gegen den Erstligisten.“ Bis auf den verletzen Felix Roos stand Bräuer nun auch der komplette Kader zur Verfügung: Youngster Simon Gallas war aus dem Urlaub zurückgekehrt und auch Neuzugang Yannick Erpelding ist mittlerweile in Karlsruhe eingetroffen. Der Luxemburger Nationalspieler war noch für seine Heimat in der Europameisterschaftsqualifikation aktiv. „Ich konnte alle Spieler spielen lassen. Das war besonders wichtig für mich“, so Bräuer. Insofern kann das Fazit nur lauten: "Härtetest bestanden".

Eine weitere Personalie hat sich bei den SSC-Volleys in den letzten Wochen noch ergeben. Thomas Fürst, schon als Abgang aus beruflichen Gründen verkündet, kann für den SSC Karlsruhe nun doch in der Saison zur Verfügung stehen. Er wird von der Mittelblockerposition auf die Diagonale rücken.

Bis zum Saisonstart in Mainz stehen für den SSC nun noch zwei Tests am Samstag gegen den Drittligisten Bliesen auf dem Programm. Das erste Heimspiel gegen den Vorjahresmeister Grafing steht dann am 22. September an. 20 Uhr ist Anpfiff im Otto-Hahn-Gymnasium in Karlsruhe.

SSC-Volleys in der Vorbereitung, Kaderplanungen fast abgeschlossen
09.08.2018, 13:32 Uhr von Pressesprecher

Derweil arbeiten die Verantwortlichen rund um Sportdirektor Diego Ronconi an der finalen Zusammenstellung des endgültigen Kaders.

Nachdem die SSC-Volleys die erste Vorbereitungsphase mit Athletiktraining sowie leichten Einheiten am Ball erfolgreich durchgezogen haben, steht zunächst noch einmal eine trainingsfreie Erholungspause auf dem Programm. Nach dieser wird die Schlagzahl erhöht: Ab kommender Woche startet dann das regelmäßige Hallentraining (dreimal die Woche) sowie ein dreitägiges Trainingslager.

Zu diesem wird auch der erste Neuzugang, der 19-jährige Alexander Spintzyk stoßen. Der exakte zwei Meter große Mittelblocker, der vergangene Saison noch gegen den SSC im Einsatz war, wechselt von den Volleyball YoungStars aus Friedrichshafen in die Fächerstadt. „Alex ist ein junger Spieler, der sich schon in frühen Jahren mit dem Wechsel an den Stützpunkt nach Friedrichshafen für den Leistungssport entschieden hat. Jetzt macht er bei uns den nächsten sportlichen Schritt und versucht dabei Leistungssport und Studium unter einen Hut zu bringen“, begrüßte Bräuer den Zweimetermann.

Ebenfalls für die Mittelblockerposition konnte der SSC zusätzlich noch den luxemburgischen Nationalspieler Yannick Erpelding gewinnen. Der Luxemburger war bereits im Juli zu einem einwöchigen Probetraining beim SSC. „Yannick hat schon in jungen Jahren viel internationale Erfahrung für die Nationalmannschaft sammeln dürfen“, verweist Bräuer auf den Erfahrungsschatz des Neuankömmlings. Momentan verweilt er noch bei der EM-Qualifikation, sodass er erst ab Anfang September das Team verstärkt. Beide Neuzugänge werden neben ihren sportlichen Akzenten am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) ein Studium beginnen.

Mit Simon Gallas rückt zudem ein talentierter Jugend-Nationalspieler in die erste Mannschaft auf. Unter Ronconi sammelte er gegen Ende der vergangenen Saison immer mehr Spielzeit und wurde so behutsam an das Zweiliga-Niveau herangeführt. Die drei Verpflichtungen machen ganz klar deutlich, in welche Richtung sich der SSC in Zukunft bewegen möchte. Das stellt auch Bräuer unmissverständlich klar: „Von unseren drei jungen Spielern, inklusive Simon Gallas aus der zweiten Mannschaft, erwarte ich, dass sie den arrivierten Spielern Konkurrenz machen und sich auf diesem Wege sowohl sportlich, wie auch persönlich, weiterentwickeln.“ Das restliche Team der letzten Saison bleibt ansonsten weitestgehend zusammen, wodurch Stefan Bräuer auf ein gut eingespieltes Team setzen kann. Aus privaten und beruflichen Gründen sind als Abgänge Markus Wintergerst, Stefan Pfeffinger, Daniel Heidak, Thomas Fürst und Seyar Rahmani zu verzeichnen.

Das vollständige Team wird schon bald gefordert werden. Nach dem Trainingslager warten einige Trainingsspiele gegen andere Mannschaften aus der Liga, damit sich alle Spieler und Trainer auch auf dem Spielfeld besser kennenlernen. Als Höhepunkt der Vorbereitung gilt es sich dann Anfang September gegen die Mannschaft aus der 1. Bundesliga beim TV Rottenburg in einem abschließenden Freundschaftsspiel zu behaupten. Das ist dann auch gleichzeitig der letzte Test bevor am 22. September die neue Zweitligasaison mit einem Heimspiel gegen den amtierenden Meister TSV Grafing eröffnet wird.

Neuer Cheftrainer: Stefan Bräuer übernimmt bei den Volleyballern des SSC Karlsruhe
26.06.2018, 05:32 Uhr von Philipp

Seit zwei Monaten ist die erste Saison des SSC Karlsruhe in der 2. Bundesliga mit Platz 9 Geschichte, die Vorbereitungen auf die kommende Spielzeit in Deutschlands zweithöchster Spielklasse laufen beim SSC Karlsruhe auf Hochtouren. Nun konnte mit der Verpflichtung eines neuen Cheftrainers eine wichtige Schlüsselposition besetzt werden. Stefan Bräuer wird die Nachfolge von Diego Ronconi, der aus beruflichen Gründen auf den Posten der Sportdirektors wechselte, antreten. „Ich freue mich auf meine neue Aufgabe und das in mich gesetzte Vertrauen, die erfolgreiche Arbeit der letzten Jahre beim SSC Karlsruhe fortführen zu dürfen“, so Bräuer. Der Diplom-Trainer und A-Lizenz-Inhaber kann auf Erfahrungen aus drei Jahrzehnten Trainertätigkeit in der ersten und zweiten Bundesliga zurückblicken. Zuletzt trainierte er die Zweitligafrauen der TG Bad Soden. Zuvor führte er die Männer der Sportunion Bisamberg (Österreich) in die dortige erste Bundesliga. Neben seinen Tätigkeiten in der Frauen-Bundesliga in Sinsheim war Bräuer auch als Landestrainer, Bundesstützpunkttrainer und als Nachwuchs-Nationaltrainer tätig. Nun soll er diesen gewaltigen Erfahrungsschatz beim SSC Karlsruhe einbringen. „Ich werde alles daran setzen mit meinen Ideen ein Teil der Erfolgsgeschichte ’Spitzenvolleyball in Karlsruhe’ zu werden und mit allen Beteiligten zusammen ein weiteres, positives Kapitel diesem Projekt hinzuzufügen,“ so der 52-Jährige. Am 2. Juli wird nun Bräuer das erste Mal das Training leiten, doch schon seit einiger Zeit, stehen Trainer und die Verantwortlichen beim SSC in regem Austausch. „Er ist unser absoluter Wunschkandidat. Nun sind wir froh, dass wir alle Details erfolgreich klären konnten und es nun mit der Teamvorbereitung richtig losgehen kann“ sagt Sportdirektor Diego Ronconi. „Stefan Bräuer und ich stehen in ständigem Kontakt um den Übergang möglichst reibungslos durchzuführen.“ Bereits ohne Cheftrainer hat für das Bundesliga-Team die Vorbereitung auf die kommende Saison, die im September beginnt, begonnen. „Organisiert von SSC-Trainerin Hana Völkel läuft bereits das Athletiktraining“, so Manager Alexander Burchartz. „Diesmal ist neben Kraft und Koordination auch Gerätturnen im Leistungszentrum der Kunstturn Region Karlsruhe mit im Programm. Mit der Besetzung des Trainerpostens rückt nun aber das Training mit Ball in der Halle in den Mittelpunkt. Dort werden dann auch weitere Kandidaten für den Bundesliga-Kader gesichtet“, so Burchartz weiter.

Ronconi verlässt SSC und bleibt doch
07.05.2018, 11:30 Uhr von Alex

Der bisherige Coach Diego Ronconi wird zum Saisonende den Posten als Trainer aus beruflichen Gründen abgeben. Gleichzeitig übernimmt Ronconi ab sofort die Rolle des Sportdirektor Spitzensport der Karlsruher. „Es ist für mich einfach an der Zeit nach so vielen Jahren im Spitzenvolleyball ein wenig kürzer zu treten und mehr aus dem Hintergrund zu agieren“, gibt Ronconi Einblicke in seine Beweggründe. Sein Übergang zu seinem Nachfolger – so überraschend er auch sein mag – wird in aller Ruhe und mit der benötigten Zeit erfolgen.

„Wir sind ihm zu höchstem Dank für das, was er für den Volleyball im SSC Karlsruhe geleistet hat, verpflichtet“, erklärt SSC-Abteilungsleiter Philipp Schätzle die überraschende Traineränderung und führt weiter auf: „Diego hat in den vergangenen drei Jahren in Karlsruhe etwas Besonderes geschaffen und ins Rollen gebracht, das den Aufstieg in Liga zwei zum mittelfristigen Ziel hatte. Das hat er bravourös geschafft.“ Nun, wo der Spitzenvolleyball sich in der Fächerstadt so langsam ausbreitet, wählt Ronconi den Schritt in den Hintergrund. Als Sportdirektor Spitzensport wird er nämlich nicht mehr an vorderster Front Woche für Woche seine Schützlinge motivieren, sondern dem SSC in beratender Funktion als sportlicher Direktor zur Verfügung stehen.

Das bedeutet also keinesfalls, dass sich Ronconi gänzlich aus dem Geschäft zurückzieht. Und genau das ist es auch, was Schätzle nicht in Unruhe verfallen lässt. Zwar verlieren die Karlsruher einen erstklassigen Trainer mit einer gehörigen Portion Know-How, gewinnen aber einen Funktionär dazu, der in Zukunft mindestens genauso wertvoll ist.

Trainersuche schon in vollem Gange

Am Mittwochabend bei der Saisonabschlusssitzung wurde auch die Mannschaft über den bevorstehenden Trainerwechsel informiert. Einen offiziellen Nachfolger gibt es noch nicht. Die ersten Gespräche fanden bereits statt“, so Teammanager Alexander Burchartz, der noch ergänzt: „Die Gespräche werden in den nächsten Wochen mit einem potenziellen Nachfolger intensiviert. Wir sind zuversichtlich, dass wir zusammen mit Ronconi und der Vereinsführung eine passende Lösung für die Zukunft finden werden.“ Dieser wird genau ins Anforderungsprofil der Karlsruher passen, die zusammen längerfristig das Projekt Spitzenvolleyball Schritt für Schritt in der Waldstadt weiter etablieren möchten.

SSC Karlsruhe belohnt sich gegen Unterhaching nicht
26.03.2018, 20:21 Uhr von Pressesprecher

Gegen die starke Reserve des TSV Unterhaching unterlagen die Karlsruher nach einer ordentlichen Leistung mit 0:3 (21:25, 24:26 und 22:25).

Wurden in der letzten Zeit die Karlsruher Auftritte oft kritisch bewertet, so haben sie am gegen Unterhaching II eine bisweilen mehr als ordentliche Vorstellung abgeliefert. Bedenkt man außerdem, wie viel Druck auf den SSC-Schultern lastet, macht es das Ganze eben auch nicht leichter. Denn im Kopf ist außerdem die prekäre Situation rund um Erstliga-Absteiger Hersching, der die Zweitliga-Konstellation ordentlich aufmischen könnten. Und trotz jener Vorzeichen präsentierten sich die Karlsruher in guter Verfassung. Angetrieben von einem guten Publikum, das dem angereisten Fanclub aus München Paroli bot, mussten die Karlsruher im ersten Satz aber von Beginn an einem Rückstand hinterherlaufen (3:6). Unterhaching hielt das Tempo hoch und ließ die Gastgeber nicht herankommen. So führten sie weiterhin mit 10:7, 15:12 und 22:20. Am Ende holten sich die Gäste den ersten Durchgang verdient mit 25:21.

Im zweiten Satz präsentierten sich die Karlsruher aggressiver. Bis zur 10:8-Führung konnten sie Unterhaching in Schach halten, dann folgte allerdings das 11:11. Von da an übernahm wieder der TSV das Kommando und konnte sich knapp auch den zweiten Satz mit 26:24 sichern. Auch in der letzten Partie fehlte es den Hausherren um Geburtstagskind Libero Benjamin Dollhofer nicht an Einsatzwille. Wieder gestaltete die Truppe von Diego Ronconi die Anfangsphase ausgeglichen, führte sogar eine Zeit lang – bis zum 10:9 bzw. 11:11. Danach gelang es den Münchnern die entscheidenden Momente für sich zu nutzen.

So holten sich die Gäste ebenfalls den dritten Durchgang und den 3:0-Erfolg. Am Ende standen Dollhofer und Co. ein weiteres Mal mit leeren Händen da. Doch dieses Mal konnten sich die SSC-Volleys gar nicht so viel vorwerfen. In einer schwierigen Saisonphase lieferten sie eine ordentliche Leistung ab, trafen aber auch auf einen stark aufgelegten Gegner. Nun sind es noch zwei Saisonspiele. Weiter geht es für den SSC am Samstag, den 07. April, gegen den SV Fellbach. Bis dahin sollte auch über den Härtefall Hersching Klarheit herrschen.