Abschlussspieltag, und alles wie gehabt
09.04.2017, 09:13 Uhr von Sebbl

Am Sonntag, den 26.3. haben wir uns zusammen mit allen anderen Mannschaften der Liga in der Albgauhalle in Ettlingen zu unserem Abschlussspieltag eingefunden. Unsere Spielpaarungen versprachen Top-Spiele: Die ersten 3 Plätze der Tabelle gegeneinander! Bei näherem Hinsehen auf die Tabelle offenbarte sich aber, dass an der Reihenfolge ohnehin nicht mehr viel zu Rütteln war: der Tabellenführer SC Baden-Baden befand sich mit 3 Punkten Vorspung rein rechnerisch noch in Reichweite. Dabei war aber klar dass ein Überholen nur mit Hilfe der anderen Mannschaft in unserem heutigen Duell möglich wäre, selbst wenn uns die schwierige Aufgabe gelingen sollte. Hinter uns, mit 9 Punkten Abstand, der SSV Ettlingen, die somit keine Chance mehr auf Plätze 1 und 2 hatten.

Im ersten Spiel trafen wir direkt auf den SC Baden-Baden. Baden-Baden gelang ein Start mit minimalen Vorsprung von 2 Punkten, den wir aber schon beim 6. Punkt wieder eindampfen konnten. Ab dort war es ein harter Kampf um jeden Punkt, und gleichauf arbeiteten wir uns im Satz voran, bis wir bei 16:14 endlich in Führung gehen konnten. In den folgenden Ballwechseln gelang uns der Ausbau zur Führung bis zum 21:17, wo uns leider der Faden riss. Baden-Baden gelang eine Aufschlagserie, wo es uns bis zum Stand von 21:24 nicht gelang uns zu befreien, und so ging der Satz 22:25 gegen uns aus. Leider gelang es uns auch in der Satzpause nicht, wieder in unseren Flow zurück zu finden. Symptomatisch für diesen Konzentrationsabriss starteten wir im zweiten Satz mit einem direkten Punkt durch die misslungene Annahme von Baden-Baden, die bei uns direkt ins Feld fiel. Erst beim 0:5 kamen wir wieder zum Zug, und auch der weitere Verlauf des Satzes war gezeichnet durch Eigenfehler, kuriose Schiedsrichterentscheidungen und knappe Bälle die mehrheitlich gegen uns ausgingen. Getreu dem Spruch von Andi Brehme (“Haste Scheiße am Fuß, haste Scheiße am Fuß! ) gelang uns in diesem Satz so gut wie nichts, und so ging er dann auch mit 13:25 zügig zu Ende. Im dritten Satz hatte sich nicht viel verändert. Baden-Baden glänzte durch druckvolle Aufschläge und gute Blockarbeit, was es uns weiterhin schwer machte in unser Spiel zu finden. Bis zum Stand von 7:11 war der Satz nicht völlig aussichtslos, doch nach einer Serie bis zum Stand von 7:17 war klar dass auch in diesem Satz nicht mehr viel zu machen ist. Danach war die Punkteverteilung ausgeglichener, und es gelangen uns auch ein paar schöne Spielzüge, doch konnte Baden-Baden den Vorsprung sauber verwalten und den Satz mit 15:25 zu Ende bringen. Nach 55 Minuten war damit ein Schlussstrich unter die Meisterschaft in dieser Saison gesetzt und der obere Teil der Tabelle zementiert.

Im zweiten Spiel trafen wir auf den SSV Ettlingen, der durch unser zerfahrenes Spiel gegen Baden-Baden eine Chance witterte. Das Spiel began ausgeglichen, mit leichter Führung für Ettlingen, bis zum Stand von 12:13, wo es uns gelang selber in Führung zu gehen und einen kleinen Vorsprung zum 16:13 auszubauen. Nach Aufschlagverlust konnten wir den Ball sofort zurückerobern und noch eine Mini-Serie zum 19:14 anschließen. Mit diesem Vorsprung im Rücken wähnten wir uns schon am Ende des ersten Satzes, aber leider wollte Ettlingen sich das nicht so einfach gefallen lassen. Mit mehreren kleinen Mini-Serien gelang es ihnen, den Vorsprung wieder aufzuholen und selber in Führung zu gehen, und uns machte wieder die Konzentration einen Strich durch die Rechnung. Mehrere leichte Fehler, mangelnder Druck und fehlende Konsequenz im Abschluss führten dann Schlussendlich zum Verlust des ersten Satz mit 22:25. So einfach wollten wir uns aber nicht geschlagen geben. Mit neuem Mut und dem Willen dieses Spiel zu gewinnen konnten wir uns im zweiten Satz von Anfang an durchsetzen und mit großen Schritten dem SSV enteilen. Von 7:3 über 13:10 hatten wir schon einen Vorsprung in der ersten Satzhälfte erarbeitet, den wir in der zweiten noch weiter ausbauen konnten, so dass der Satz dann mit 25:17 deutlich für uns zu Ende ging. Im dritten Satz wollten wir genau so weiter machen, und beim 7:4 gelang es uns auch den ersten Vorsprung zu erarbeiten. Im nächsten Schritt stand es 12:5, aber der SSV war nicht gebrochen, nur angeschlagen. Die zweite Satzhälfte gestaltete sich offener und weiterhin mühsam, über ein 18:12 und ein 18:15 kam der SSV fast noch einmal ins Spiel, aber am Ende gelang es uns doch den Satz mit 25:17 zu Ende zu bringen. Der vierte Satz war deutlich umkämpfter, der SSV began mit leichter Führung die sie beim Stand von 8:9 sogar auf ein 8:12 ausbauen konnten. Beim Stand von 10:16 konnten wir dann wieder dann kurzfristig das Ruder herumreissen und den Vorsprung auf 2 Punkte reduzieren, mussten den SSV dann wieder bis zum 19:23 ziehen lassen. An dieser Stelle Riss dann beim SSV die Konzentration, und trotz der Unterstützung der heimischen Fans und ihrer Instrumente konnten wir aufholen, vorbeiziehen und den Satz mit 25:23 für uns entscheiden.

Alles in allem haben wir unsere Ehre (und den zweiten Platz) verteidigt, aber einen der mühsameren Spieltage der Saison gespielt. Bis auf den ersten Satz gegen Baden-Baden war nur selten kurz ein Gefühl von Flow zu spüren, und die stabile Annahme, welche uns bisher durch die Saison begleitete, hat uns heute deutlich mehr Mühe bereitet. Nichtsdestotrotz geht eine Saison zu Ende, in der wir über weite Strecken sehr konsequent aufgetreten sind und uns auch bei schwächeren Teams stabil und dominant präsentieren konnten. Insgesamt nur 9 abgegebene Sätze (davon 6 an Baden-Baden) sprechen eine deutliche Sprache. Auch wenn am SC Baden-Baden am Ende wieder einmal kein Weg vorbei führte haben wir eine gute Saison gespielt und uns auch für weiterführende Turniere qualifiziert und freuen uns auf weitere hochklassige Matches!

Einfach mal sauber planiert
11.12.2016, 20:37 Uhr von Sebbl

6:0 Sätze, 150:75 Ballpunkte, viel mehr muss man eigentlich zu diesem Spieltag nicht schreiben. Es war einer dieser sehr seltenen Tage, an denen einfach alles klappt und, was noch viel ungewöhnlicher ist, die Spannung und Konzentration von Anfang bis Ende gehalten wurde.

Die Situation vor dem Spieltag war klar: Als Tabellenzweiter wollten wir gegen den Tabellenvierten Jöhlingen und den Fünften Bischweiher den Vorsprung in der Tabelle weiter ausbauen. Folglich gingen wir als klare Favoriten in den Spieltag. Im ersten Spiel zwischen Jöhlingen und Bischweiher zeigte sich, dass beide Mannschaften sehr angriffsstark sind, wenn die Annahme gut ist und der Spielaufbau funktioniert. Nach vier hartumkämpften Sätzen konnte sich Bischweiher den Sieg sichern.

Selbstbewusst, aber mit dem nötigen Respekt vor dem Gegner, gingen wir dann in unsere Spiele. Und jetzt fällt mir eigentlich nichts mehr Besonderes ein, zu eindeutig waren die Sätze. Zuerst wurde Bischweiher zu 11, zu 11 und zu 13 duschen geschickt. Anschließend folgte Jöhlingen (zu 12, zu 13 und zu 15). Der Aufschlag war überragend (bis auf zwei verschlagene Satzbälle), ebenso der Angriff (bis auf zwei verschlagene Satzbälle) und die Annahme. Auch in Block und Abwehr zeigten wir, wer Herr (und Frau) in der Eichendorffschule ist. Rundum zufrieden konnten wir danach noch mitanschauen, wie unsere erste Herrenmannschaft Kriftel vermöbelte, um danach den Tag in der Marktlücke ausklingen zu lassen.

Es spielten Angela, Patschi, Maren, Ira, Andy, Sebbl, Andi, Volker.

El Clásico: SSC vs. Baden-Baden
20.11.2016, 15:06 Uhr von Sebbl

Am Sonntag den 13.11. waren wir wieder einmal zu Besuch in Baden-Baden. Als alte Veteranen konnte uns auch die übliche Tunnelsperrung nicht schockieren, so dass wir trotzdem pünktlich zur angesetzen Hallenöffnung im neu renovierten MLG eintrafen.

Im ersten Spiel trafen wir auf die Mannschaft des PSK Karlsruhe, die erst frisch in unsere Liga aufgestiegen sind und leider mit großen Personalproblemen zu kämpfen haben. Daher war auch vor diesem Spiel schon klar dass nur durch aktive Verstärkung der Mannschaft überhaupt eine spielfähige Mannschaft antreten kann und das Spiel daher "außer Konkurrenz" laufen würde. Trotz einiger Konzentrationsschwächen und kleinerer Ungenauigkeiten bei Annahmen und Danke-Bällen hatten wir im ersten Satz das Spiel unter Kontrolle und konnten uns beim Stand von 7:7 durch eine starke Serie von Volker einen guten Vorsprung bis auf 15:7 erspielen, der auch bis zum Ende nicht mehr verloren ging. Mit 25:17 ging der Satz ohne größere Mühen an uns. Im zweiten Satz sah der Verlauf deutlich anders aus: der PSK ging engagierter ans Werk und konnte viele Bälle erkämpfen, und auf unserer Seite konnten wir uns aus unserem ungenauen Spiel nicht freischwimmen, so dass wir den kompletten Satz durch um jeden Ball ringen mussten. Mit 26:24 ging er am Ende denkbar knapp an uns. Im dritten Satz hatte sich der Wind wieder gewendet, und die Mannschaft des PSK war gebrochen. Beim Stand von 5:3 kam Cris zum Aufschlag und brachte uns mit einer 7-Punkte-Serie mit 12:3 in Führung. Danach 15:4, und dann plätscherte das Spiel so weiter bis der dritte Satz uns dann mit 25:10 in die Hände fiel. Bemerkenswert an diesem Satz war, dass der Gegner nie mehr als nur einen Punkt mit dem eigenen Aufschlag holen konnte - in jeder Konstellation konnten wieder uns im K1 sofort durchsetzen und den Aufschlag zurück holen!

Das zweite Spiel gegen Baden-Baden lief unter anderen Vorzeichen. Wie leider in der Vergangenheit schon öfters wurden wir im ersten Satz regelrecht überrannt, nahmen die erste Auszeit bei 0:5 und die zweite Auszeit bei 3:16. Baden-Baden spielte sehr sauber, konsequent, mit starkem Block und gut formierter und aufmerksamer Abwehr, so dass wir in unserem K1 nicht in der Lage waren uns durchzusetzen. Erst als wir dann auch mal "zum Zuge" kommen konnten und selber in der Lage waren Druck aufzubauen wurde dieser Würgegriff wieder lockerer. Beim Stand von 5:18 setze Angela ein Highlight mit einer 10-Punkte-Serie, und auf einen Schlag waren wir wieder da mit 15:18. Bei 17:19 gab es noch eine Auszeit bei Baden-Baden, danach noch eine 4-Punkte Serie von Maren, und schlussendlich waren wir dann auf einen Punkt heran, beim 21:22. Leider war dass dann auch unser Endstand, und mit 25:21 holte sich Baden-Baden den Satz, der eigentlich von Anfang an anders lief als geplant. Mit neuem Mut starteten wir in den zweiten Satz - es müsste doch eigentlich zu schaffen sein hier auf Augenhöhe aufzuspielen! Leider konnte aber auch hier die Mannschaft von Baden-Baden durch einen Hänger in der Satzmitte sich einen Vorsprung herausarbeiten, beim Stand von 7:7 verloren wir 6 Punkte in Folge. Davon konnten wir einiges zurück erobern und wieder bis 15:17 aufschließen, doch war das so kräftezehrend dass wir dann auch wieder 3 Punkte einbüßen mussten und dann doch wieder 15:20 hinten lagen. Auch dies konnten wir durch eine starke kämpferische Leistung dann wieder auf 21:21 aufholen, doch dann riss uns der Faden: als ein Angriff von Baden-Baden derart klar die Antenne berührte dass die ganze Halle in Aufruhr war, dies aber von unserem Schiedsgericht scheinbar nicht zu erkennen war, geriet unser Spiel so aus den Fugen dass der Satz dann mit 25:22 verloren ging. Wieder einmal ein Fall in dem eine Spielunterbrechung bei uns zu einem Abriss führt, wo Mannschaften wie Baden-Baden mit Routine und Gelassenheit einfach weiter spielen. Nachdem Angela wieder auf annähernd normalhitzig heruntergekühlt war gingen wir dann leicht gefrustet aber kampfwillig in den dritten Satz. Hier gingen zuerst mal wir in Führung - beim Zwischenstand von 8:4 sogar mit 4 Punkten - verloren dann diesen Vorsprung aber wieder bei einer Serie von Baden-Baden, die dann sogar bei 11:12 an uns vorbei zogen. Auch danach gingen die größeren Sprünge an Baden-Baden, erst bei 12:16 begann dann wieder unsere Aufholjagd. Bei 20:20 verloren wir dann aber wieder den Faden, gerieten mit 24:20 ins Hintertreffen und mussten den Satz dann mit 25:22 verloren geben.

Auch im dritten Satz gab es noch einige kleinere Unstimmigkeiten mit dem Schiedsgericht, aber unterm Strich ist das Fazit dass Baden-Baden das Spiel verdient gewonnen hat. In allen Bereichen waren sie einfach einen Tick besser, ihr Block und Feldabwehr machten es uns schwer unseren Angriff durchzusetzen, und selber waren sie (trotz guter Abwehrleistung auf unserer Seite) konsquenter im Abschluss als wir es waren. Bis zum Ende haben wir es nicht geschafft unsere Ungenauigkeiten abzustellen und hatten eine zu hohe Eigenfehlerquote. Damit bleibt das Gefühl uns wieder einmal unter unseren Möglichkeiten verkauft zu haben, aber trotz einiger Durststrecken gerade in der Satz-Mitte haben wir auch viele gute Aktionen gezeigt, viele Rückstände beherzt aufgeholt und durch Einsatz und Teamgeist wieder ins Spiel zurück gefunden. Schade, aber wir sehen uns im Rückspiel wieder ...

Ja mir san mit'n Radl da - it's Derby time
25.10.2016, 17:01 Uhr von Maren

Am 23.10. stieg die halbe Mannschaft aufs Fahrrad, um sich auf den Weg nach Ettlingen zu machen. Wie freuten uns auf den zweiten Spieltag, an dem wir unsere zweite Mixed-Mannschaft treffen sollten sowie einen Gegner (Ettlingen), gegen die wir noch nie gespielt hatten. Unsere Erwartungen wurden nicht enttäuscht. Es gab zwei Spiele, in denen wir immer wieder zeigen mussten, dass wir wach sind und jeden Ball haben wollen. Denn SSC 2 überraschte uns im 1. und 2. Satz mit seiner starken Abwehr, der nicht so leicht ein Ball hineinfiel, und bei denen man nur mit guten Angriffen punkten konnten. Nun, wach und munter waren wir zum Glück noch vom kalten Fahrtwind, und das war gut so. Denn so konnten wir unser anfängliches Chaos auf dem Feld im ersten Satz noch einigermaßen kompensieren und den Satz mit 25:22 für uns entscheiden. Im zweiten Satz reichte unser hoher Einsatz jedoch nicht mehr aus, und wir schlugen uns mit unseren eigenen Fehlern. - Der Satz ging 23:25 an den Gegner. Das interne Match um die längste Angaben-Serie gewann an diesem Spieltag dann aber eindeutig Sebbl: Er holte uns im 3. Satz einen satten Vorsprung von 13:1 heraus und ließ uns den Satz mit 25:10 beenden. Anmerken kann man in diesem Satz jedoch auch, dass wir uns davon nicht einwickeln ließen. Manche Bälle kamen doch zurück, und es ergaben sich mitunter schöne und lange Ballwechsel, die wir meist für uns entschieden. So erspielten wir uns im vierten Satz mehr und mehr Sicherheit und holten diesen mit 25:18 sicher heim.

Im 2. Spiel hieß es dann, sich nicht durch den lautstarken Fanclub des Gegners beeindrucken zu lassen. Doch auch auf unserer Seite feuerten nicht nur wir, sondern auch unsere treuen Fans und (Ex-)Mitspielerinnen Laura, Kathrin, Dirk und Ingar mit gegen die Trommeln an. So berauscht gewannen wir den ersten Satz mit einem klaren 25:10. Die Annahme klappte wieder, das Zuspiel funktionierte, und die Angriffe saßen. Auch das Zusammenspiel hatte sich deutlich gegenüber dem ersten Spiel verbessert. Der Mannschaftsgeist zeigte sich dann insbesondere im 2. Satz, den wir nach einem Stand von 4:10 gegen uns noch drehen konnten. Wir entschieden ihn mit 25:20 für uns, indem wir wieder konsequent Druck mit unseren Angaben machten und auch sonst nur wenig Feler einbauten. Warum wir auch im 3. Satz einen eher unvorteilhaften Start hinlegten, ist mir im Rückblick nicht mehr so ganz klar. ;-) Viel wichtiger ist jedoch, dass wir auch hier unseren Rückstand von 3 Punkten, den wir von Beginn bis 17:20 mit uns mitschleppten, wieder aufholen konnten. Und schließlich den Satz mit 25:22 gewannen. Dazu verhalf uns neben unserem Kampfgeist und der Ruhe einer inzwischen doch recht routinierten Mannschaft zwei weitere Dinge: Die sehr effektiven Wechsel unserer heutigen Coachin Silke sowie die druckvollen, fehlerlosen Angaben von Brigitte. Ein großer Dank hier auch nochmal an die Mannschaft, es macht so richtig Spaß mit Euch! (Es spielten/coachten: Andy, Angela, Brigitte, Cristian, Ira, Maren, Patschi, Silke, Sebbl, Tobi und Volker.)

6 zu nix
13.10.2016, 16:24 Uhr von Volker

So, nun ist er rum, der 1.Spieltag, und das ausgesprochen erfolgreich! Nachdem wir unsere Vorbereitungsturniere (die "Süddeutschen", Sanwald-Cup und BW-Pokal) stets mit externen Kräften aufforsten mussten, war unser erstes Erfolgserlebnis bereits die spielfähige Anreise mit 5 Damen und fast 4 Herren. Bei Letzteren verlegte sich Andy aufs coachen und gab somit sein Trainerdebüt, nachdem sein Knie noch gehörig rumzickte. Irgendwo lässt sich das Alter halt doch nicht mehr verstecken;-). Gut, dass der Restkörper inkl. Geist dafür um so ausgeschlafener waren. Im ersten Match ging es gegen den KTV Karlsruhe, einem alten Bekannten aus vergangener Zeit, mit welchem eher Mühsal als Spielspaß in Verbindung stand. Und als wäre die Zeit stehengeblieben, ergab sich ein recht zäher Start mit einer recht hohen Fehlerquote unsererseits. Taktisch in einem 4-2er System gut aufgestellt (Patschi und Angela als "Spielmacher"), mit Ira als Libera, Jungvater-Andi und Allzweckwaffe Sebbl auf der Mitte sowie Maren auf der 4 ging es mehr schlecht als recht ans Werk. Zwar von Beginn an mit 1-2 Punkten in Vorlage, aber eben auch nicht mehr. Der Gegner agierte sehr konzentriert, holte hinten viel raus und punktete mit unkonventionellen Angriffen. Erst als sich gegen Mitte des Satzes unser Spiel stabilisierte und die Fehlerquote runtergefahren werden konnte, wuchs der Vorsprung kontinuierlich bis zum 25:17-Satzerfolg. 2ter Satz, 2te Stellerkonstellation: Nun brachten uns Patschi und unser Neuzugang und Nachwuchshoffnung Laura ins Spiel. Hier schwurbelten wir uns in der ersten Satzhälfte zu einem 6-Punkte-Polster (19:13), welches gegen nie aufgebende KTVler aber langsam wieder dahinschmolz. Eine durchaus sinnvolle Auszeit beim Stand von 21:19 liess uns wieder auf den Pfad der Punkte zurückkehren und den Satz mit 25:20 heimzuschaukeln. 3ter Satz, 3te Stellerkomi: Als letzte Kombi bestimmten nun Angela und Laura unser Stellerspiel, zumindest solange, bis sich beim Stande von 2:1 Maren den Ball zum Aufschlag schnappte, welcher ihr erst bei 18:1 wieder entwendet werden konnte. Diese Phase des Spiels war gekennzeichnet von guten Aufschlägen und der zwanghaften Taktik des Gegners, ausschliesslich über den neu ins Spiel gekommenen Außenangreifer zurückspielen zu dürfen. Der Spaß in dieser Phase kam daher, dass wir Bälle, die dann doch mal zurückkamen, grandios abwehrten, zauberhaft aufgelegt bekamen und sicher veredelten. So war nach einer knappen Viertelstunde der Gegner filetiert und unser erster 3:0-Spielerfolg unter Dach und Fach. Ein bisschen gemein war, dass Laura und Volker nicht mal zum Aufschlag durften.

Das zweite Spiel stand unter einem ganz anderen Stern. Der TV Bühl als sportlicher Aufsteiger und durchaus mit Ambitionen in die Liga gestartet, versprach ein ganz anderes Spiel zu werden. Unser gut aufgelegter Taktik-Papst Andy stellte nun auf ein 5:1-Sytem um, mit Laura als Libera für die Stellerin. Schnell gerieten wir mit 1:2 ins hintertreffen, was aber weder Coach noch Team beeindrucken konnte. Ich erwähne es auch nur, da es unser einziger Rückstand in diesem Spiel seien sollte. Jeder war bis in die Haarspitzen motiviert, was man unserem Spiel auch anmerkte. Die Abwehr glänzte durch ein gutes Positionsspiel, der Block stellte bei Bedarf erfolgreich auf "doppelt", der Spielaufbau lief rund und das Angriffsspiel flexibel. Solchermaßen in Führung gegangen, kam unser gewieftes Aufschlagungeheuer Patschi "The Puncher" zum Aufschlag und ließ bis zum 15:3 nicht locker (war so, habe den Spielberichtsbogen mehrfach studiert). Den Satz mit 25:13 heimzubringen, war nun mehr Formsache. Dieser Flow konnte nahtlos in den nächsten Satz übernommen werden, wir gingen leicht in Führung und bauten diese Stück für Stück aus. Bühl wehrte sich nach Kräften, glänzte mit starken! Abwehraktionen, konnte gegen unsere Spielfreude aber zu selten eigene Akzente setzen, so daß wir auch diesen Satz mit 25:17 für uns verbuchten. Als sich auch im dritten Satz keine Nachlässigkeiten einschlichen, war die Gegenwehr bald spürbar gebrochen, auch der letzte Satz ging letztlich klar mit 25:11 an die Spaßtruppe des SSC. Was blieb haften bei diesem ersten Spieltag? Ein wahnsinniger Teamgeist, umgemünzt in unbändige Spielfreude, eine starke Bank, welche nahtloses Durchrotieren erlaubte und ein taktisch gut geschulter Interims-Coach Andy, welcher diese Fülle gut einzusetzen wusste. So macht nicht nur Volleyball Spass!

Süddeutsche Meisterschaften in Neckarsulm
20.09.2016, 10:11 Uhr von Maren

Samstagmorgen, 10. September 2016: Nachdem auch die letzten beiden aus dem Urlaub zurückgekehrt sind, machen sich elf SSCler plus Fanclub, bestehend aus Cathrin und Hannah, auf den Weg nach Neckarsulm. Die Süddeutschen Meisterschaften rufen. Eigentlich sollten wir zu 13. sein. Aber leider müssen wir morgens feststellen, dass zwei Mitspieler es nicht geschafft haben, rechtzeitig wieder gesund zu werden. So bleiben zwei Sitzplätze in Bus und Auto frei. „Na gut, dann muss Volker eben wieder bei den Deutschen einsteigen, wie letztes Jahr“, denken wir, und fahren los. (Gute Besserung, Tobi und Volker!) Bis nach Neckarsulm ist es nur eine gute Stunde, und so stehen wir auch schon bald auf dem Spielfeld.

Mit einem souveränen ersten Spiel liefern wir einen ungewohnt guten Start ab, vor allem nachdem manch eine/r schon wochenlang keinen Volleyball mehr in der Hand hatte. Wir gewinnen klar und deutlich gegen Landau, die gegen unsere Angaben einfach keine Chance haben. Das gibt Auftrieb, der leider nicht ganz reicht, um sich auch gegen Bornheim (den späteren 6.Platzierten) durchzusetzen. So verlieren wir die beiden Sätze des zweiten Spieles relativ knapp. Im darauf folgenden Spiel gegen Bad Friedrichshall müssen wir nun mindestens einen Satz gewinnen, um als Gruppenzweiter in die Zwischenrunde um Platz 1-8 einziehen zu können. Das Spiel beginnt auch vielversprechend, aber nach einer Angabenserie des Gegners und (gut verteilten) Eigenfehlern vor allem in Angriff und Stellungsspiel müssen wir uns leider mit 25:21 geschlagen geben. Auch im zweiten Satz gelingt uns nicht der entscheidende Durchbruch gegen den späteren Turnier-Zweiten. Beim Stand von 11:11 verletzt sich last but not least auch noch Sebbl, den sein Rücken für das gesamte weitere Turnier auf die Bank neben unseren Trainer Afu verbannt. Schade, denn so qualifizieren wir uns leider nur für die Plätze 9-16.

Das erste Spiel der Zwischenrunde nutzen wir dann vorwiegend, um uns weiter auf die Saison vorzubereiten. Zumindest bringt uns die 2:0-Niederlage wieder einen Schritt unserem Ziel näher, die Saison als (halbwegs) eingespielte Mannschaft zu beginnen. Doch alles halb so wild, es geht um nichts mehr, und es lockt ein leckeres Abendessen in der Halle, ein paar kühle Bier und die Player's Party. Bei der Verlosung zeigen sich dann Teile unserer Mannschaft auf dem Siegertreppchen, und Andy und Cris konnten glorreich ihre Gewinne einfahren. Danach gelang es uns tatsächlich, mit nur sechs Mannschaften die Tanzfläche der Turnhalle zu füllen, und im harten Kampf gegen den Beat zeigte sich doch das ein oder andere Tanztalent, dem die Musik nichts ausmacht. Dank der guten Organisation der Ausrichter kamen wir sogar in den Genuss eines Shuttles zum Hotel. So konnten wir so lange bleiben wie wir wollten (danke, Andi, für's Heimfahren des Busses!).

Morgens bereitete uns das reichhaltige Buffet des Hotels gut auf den Tag vor und half uns über das erste Spiel des Tages (=2. Spiel der Zwischenrunde), das wir wieder souverän, Aufschlag- und Abwehr-stark gewannen. Es zeigte sich, dass das das konsequente Annahmetraining der letzten Monate von Afu nicht umsonst war: Während wir früher immer wieder zu dem Schluss kamen, dass man ohne Annahme kein Spiel aufbauen kann, konnten wir uns bei diesem Turnier unseren nächsten Schwächen widmen. - Zumindest musste der Gegner schon sehr variabel und gezielt aufschlagen, um uns hier aus dem Konzept zu bringen. Allerdings zeigte uns das dritte Spiel der Zwischenrunde recht deutlich, woran wir diese Saison arbeiten müssen; und wir verpassten mit der Niederlage nur um wenige Ballpunkte den Gruppensieg. Es folgte das Platzierungsspiel, in dem uns die stark aufspielenden Dresdner mit ihrem schnellen Spiel nicht zum Zug kommen ließen. - Nun, immerhin wurden wir in diesem Spiel von guten Gegnern geschlagen und nicht von uns selbst.

Fazit: Der 12. Platz auf den Süddeutschen Meisterschaften und eine weitaus eingespieltere Mannschaft als noch die Woche zuvor. Brigitte und Cris, die seit letzter Saison dabei sind, haben sich bestens in die Mannschaft eingefügt. - Also die ideale Saisonvorbereitung. Auch die Stimmung hat gepasst und war – im Gegensatz zu den Spielen – konstant gut. Wir freuen uns jetzt auf die Saison und hoffentlich die Qualifizierung zu den Süddeutschen Meisterschaften 2017. Diese dürften dann auch nicht mehr in den Sommerferien liegen, und wir werden dann hoffentlich wieder männliche Auswechselspieler am Start haben. (gespielt haben: Andi, Andy, Angela, Brigitte, Cris, Ira, Maren, Patschi, Sebbl und Silke, mit Trainer Afu)

Erfolgreiches Saisonfinale!
21.03.2016, 09:56 Uhr von Sebbl

Am Sonntag, den 20.03. hatten wir unseren letzten Spieltag in der Saison 2015/2016 absolviert. Wie im vergangenen Jahr hatten sich alle teilnehmenden Mannschaften im Capri-Sonne-Sportzentrum in Eppelheim getroffen. Da sich ja Mannheim-Rheinau leider aus der Liga abmelden musste, hatten wir nur ein Spiel zu absolvieren. Und das gegen unseren langjährigen Rivalen TV Pforzheim. Nachdem Pforzheim am letzten Wochenende etwas geschwächelt hatte und den sicher geglaubten 3:0-Erfolg nach 2:0 Satzführung nur in einen knappen 3:2-Sieg ummünzen konnte, ergab sich für uns plötzlich die Gelegenheit, bei einem deutlichen Sieg noch am Rivalen in der Tabelle vorbei zu ziehen. Die Vorgabe war eindeutig. Leider hatten wir wie jedes Jahr zum Ende der Saison einen deutlichen Aderlass hinnehmen müssen. D.h. wir waren nur mit einer kleinen Mannschaft von 3 Frauen (Angie, Ira + Patschi) und 4 Herren (Andi, Sebbl, Tobi und Volker) zum entscheidenden Spiel gefahren. Als Motto wurde herausgegeben, möglichst viel Spaß beim Spiel zu haben und so viel wie möglich Punkte gegen den fast in Bestbesetzung auflaufenden Gegner zu erzielen. Bereits die ersten Bälle zeigten, dass der Gegner heut kein Übermächtiger war. Nach verhaltenem Beginn konnten wir uns über 3:3, 11:7 mit einem tollen Endspurt mit sage und schreibe 8 aufeinanderfolgenden direkt oder indirekten Punkten von unserem Aufschlag-Ass Volki den Satz mit 25:14 gewinnen. Nach diesem deutlichen Satzgewinn wurde dennoch auf die weiterhin erforderliche Konzentration bei jeder Aktion hingewiesen. Der 2. Satz zeigte, dass Pforzheim nicht gewillt war, das Spiel kampflos abzugeben. So entwickelte sich ein reges hin und her mit immer wieder wechselnden Führungen. Bei 13:14 zündete die Mannschaft unter toller Führung unserer Stellergöttin Patschi den Turbo. Mit knallharten Schlägen unserer Ersatzstellerin Angie, die an diesem Spieltag auf der ungewohnten und ungeliebten Position Außen das Glück und Können hatte, dass sie meist ohne Block und unter viel Mithilfe der Netzkante Punkt für Punkt dem Gegner den Zahn zog, wurde der Satz letztendlich mit 25:20 gewonnen. Im 3. Satz konnte sich dann auch unsere Diagonale Ira mit klasse Abwehrbällen in Szene setzen. Mit einem Zwischenspurt von 5:4 auf 12:5 durch Tobi konnten wir das Streben nach dem positiven Satzende klasse verwalten. Wir ließen beim Gegner auf jeder Position nie mehr als 2 Punkte zu und konnten letztendlich mit einem verschlagenen Ball des Gegners das Spiel glatt mit 3:0 gewinnen. Somit hatten wir erfolgreich für die unglückliche 2:3-Niederlage aus dem 1. Spieltag Revanche genommen und konnten den 3. Abschlussplatz in der Tabelle erreichen. ein toller Erfolg für die Mannschaft.

Für die nächste Saison stehen wieder einige Veränderungen im Kader an. Somit suchen wir für die neue Saison weiblichen und männlichen Zuwachs. Wer Interesse hat, meldet sich bei unserem Trainer Afu unter (hidden)

Wenn gegen Baden-Baden Baden baden gehen oder das ewige Duell nicht ganz auf Augenhöhe
29.02.2016, 17:19 Uhr von Sebbl

Endlich mal wieder Baden-Baden! Der Dauerrivale, der in den letzten Jahren, nein Jahrzehnten, immer, manchmal nur ein wenig, manchmal deutlich, besser war, daneben noch der Tabellenvorletzte Eppelheim, das waren unsere Gegner vom Wochenende. Die Erwartungshaltung war klar: Eppelheim aus der Halle rausschießen, gegen Baden-Baden gut aussehen und rechtzeitig ins OHG zum Spiel der ersten Herrenmannschaft kommen.

Zuerst ging’s gegen die Heidelberger Vorstädter und bis zum 24:16 im ersten Satz sah es auch nach Abschuss aus. Dann dachten wir uns aber, ist ja viel zu langweilig so, wir müssen mal den Gegner ein wenig aufbauen. Prompt brachten wir den Ball nicht mehr auf den gegnerischen Boden und konnten erst, aber immerhin, unseren 7. Satzball nutzen. Die Eppelheimer dachten sich dann wohl, da geht ja was, und begannen einfach mal, sich in eine lebende Gummiwand zu transformieren. Das war ganz schön nervig, wenn ein, zwei oder drei Angriffe nicht ausreichen, aber eigentlich auch ganz gut, denn so mussten wir uns immer voll konzentrieren, um dann halt den vierten Angriff tot zu machen. Der Partie hat es auf jeden Fall nicht geschadet, dass wir den Gegner nicht abgeschossen sondern eher niedergerungen haben, und schlussendlich stand trotzdem der standesgemäße 3:0 Erfolg auf dem Papier. Und zumindest hat die Partie durch den sich wehrenden Gegner deutlich mehr Spaß gemacht als erwartet. Danke dafür an die Eppelheimer!

Im Anschluss ging es gegen unseren Dauerrivalen und amtierenden Deutschen Vizemeister Baden-Baden, zwar ohne ihre Allzwecknuklearwaffe Esly und dem Klanghurrikan Uwe, aber immer noch mit genügend Frauen- und Männerpower, um uns direkt von der Eichendorffschule ins OHG zur ersten Herrenmannschaft zu schießen. Der Plan war klar: Ein schnelles 3:0 (oder 0:3), um rechtzeitig eben diese gegen Konstanz anzufeuern. Doch wie schon im ersten Spiel wollten wir uns an den gemachten Plan einfach nicht halten. Im ersten Satz lief es zwar noch wie so oft, wir spielten schön mit, konnten aber nicht ausreichend Druck machen und gaben den Satz 17:25 ab. Doch im zweiten Satz stellten wir dann ähnlich wie Eppelheim gegen uns fest, da geht doch was. Und wir machten es besser: Tobi zeigte dem Gegner, dass Lufthoheit auch bei uns mal möglich ist, Maike hörte mal auf sich selbst (siehe Spiel-Highlight 1) und Sebbl fand nach einigen Fehlaufschlägen und Einwürfen beim Stand von 22:24 rechtzeitig zu seiner Aufschlagsform zurück und nach der Abwehr von vier Satzbällen konnte endlich wieder ein Satzgewinn gegen Baden-Baden verbucht werden. Yippie-Ya-Yeah, Schweinebacke!

Auf der Euphoriewelle schwimmend zogen wir im dritten Satz gleichmal auf 8:3 davon, spielten dann ein wenig Ziehharmonika mit dem Gegner und sahen beim Stand von 21:16 eigentlich schon wie der sichere Sieger des Satzes, nein sogar der Partie!, aus, nur um dann zu überlegen, da steht doch Baden-Baden auf der anderen Seite, die machen es uns viel zu einfach, da stimmt was nicht. Also beschloss Sebbl, den ersten schön gestellten Ball mal voll in den zugegebenermaßen mächtigen Einerblock von Pfeffi zu rotzen. Danach dachte sich unsere Annahme wohl, der hat keine zweite Chance verdient, trafen damit aber die eigentlich unschuldige Patschi, die auf einmal nur noch am Rennen war, um den Ball wenigstens im Spiel zu halten. Dummerweise taten uns die Baden-Badener nicht den Gefallen, selbst was Dummes zu machen, und schwupps stand es 24:21 gegen uns und der Satz war futsch.

Wenn sich aber jetzt ein Baden-Badener diebisch gefreut und gedacht hat, das stecken die nicht weg, dann hatte er sich aber sowas von geirrt. Denn der Start in den vierten Satz war ähnlich gut wie in den Dritten. Der SSC-Tornado wirbelte über das Feld und ließ nur Verwüstung beim Gegner zurück. Ok, das war jetzt ein wenig übertrieben, wir mussten schon ganz schön pusten, um die gegnerische Abwehr umzuwerfen. Beim Stand von 21:17 geriet das Ganze zwar wieder ins Stocken, als Elvijs beim Gegner wie schon im dritten Satz zum Aufschlag kam und sich wohl dachte, was einmal klappt, klappt bestimmt wieder. Doch diesmal rissen wir uns zusammen, Angela schob jammernd die nächste Annahme schön auf Patschi (siehe Spielhighlight 2) und wir schaukelten den Satz mit 25:21 nach Hause. Damit war zur Freude aller ein Punkt schonmal gesichert!

Da war er wieder: Der fünfte Satz. Zweimal ging es diese Saison schon schief (gegen den Zweiten Rastatt und den Dritten Pforzheim), einmal, gegen Eutingen hat es mal geklappt. Der Plan war, wie in Satz drei und vier erstmal davonzudüsen, um dann den Gegner am Ende wieder ein wenig näher kommen zu lassen. Doch auch diesmal hielten wir uns nicht an den Plan. Vielleicht sollten wir das mit dem Pläne schmieden lassen. Insbesondere die Angreifer wollten einfach noch einmal austesten, ob der ehemalige Zweit- und bald wieder Drittligablock verstärkt durch Elvijs auf der gegnerischen Seite was kann und stellten fest, oh Wunder, der kann ja wirklich was. Als wir es dann nach dem fünften Einschlag auf unserer Seite endlich lernten, war der Satz leider fast schon rum und wir mussten am Ende nach einem 10:15 dem Gegner zähneknirschend gratulieren.

Fazit: Beide Spiele haben richtig viel Spaß gemacht und der Punktgewinn gegen Baden-Baden, die bisher erst zwei Sätze in der Saison verloren hatten, hat den Abend definitiv versüßt. Aber wieder müssen wir uns zumindest vorwerfen, in der entscheidenden Phase mehr zu wackeln als der Gegner. Egal, trotz der nicht eingeplanten langen Spielzeit haben wir es fast pünktlich zum Drittligaspiel geschafft, um dann wenigstens zu sehen, wie man einen Gegner verprügelt.

Spiel-Highlight 1: Maikes lautstarker Kommentar: „Der kommt kurz“, nur um leider nicht auf sich zu hören und stehen zu bleiben, obwohl es eindeutig ihr Ball war

Spiel-Highlight 2: Angelas Rumgejammere, dass der Gegner schon wieder auf sie aufschlägt, nur um erneut den Ball perfekt zu Patschi vorzubaggern.

Da ist das Ding Teil 1 und 2
23.01.2016, 22:31 Uhr von Sebbl

Das alte Jahr ist noch nicht lange rum, da kommt im Schatten des Neuen gleich der erste, leicht angeschneite, Spieltag auf uns zu. Noch in Erinnerung an den Jahreswechsel standen etwas Hallenfeuerwerk und eine Prise Budenzauber auf dem Programm. Während sich unser Interims-Coach Silke, Stellerlegende Patschi und meine disziplinierende Wenigkeit am Samstag-Abend zu einer intensiven warm-up Session im Tollhaus trafen, ließ es der Rest etwas gemächlicher angehen, was aber nicht jedem gut bekam, gell Tobi? Ich schweife ab. Erster Gegner war St. Leon-Rot, welcher eine für diese frühmorgendliche Uhrzeit (13h!) nicht zu erwartende Konzentriertheit und Wachheit unsererseits zu spüren bekam. Schnell stand es 7:1, herbeigeführt durch gute Aufschläge und einen sauberen und konsequenten Spielaufbau. In der Folge berappelte sich St. Leon etwas, konnte bei eigenem Service aber nie mehr als 1 Punkt verbuchen. Über den Spielstand von 17:11 ging es mit einem energischen Endspurt zu einem 25:12, sauber. Der Folgesatz begann dann etws bräsig, St. Leon wollte mehr,wir dafür weniger. Hatz-fatz stand es 1:6. Zu unseren Stärken an diesem Tag gehörte es aber, sich in Ruhe wieder zu berappeln und auf unsere eigenen Fähigkeiten zurückzugreifen. Über 5:9 wurde der Spielstand auf 16:9 gedreht (Aufschlag die 11), ehe, Aufschlag die 6, auf 21:11 gestellt wurde. Diese beiden Serien spiegeln eindrucksvoll das Ergebnis eines intensiven warm-ups (siehe oben) wieder: locker in der Hüfte und geschmeidig in der Schulter. Sicher kein Zufall, auch dieser Satz war durch (25:15). Der Rest ist schnell erzählt: Nach einer 6:2-Führung entwickelte sich ein munteres Spielchen ohne größere Höhepunkte. Wir hielten den Gegner auf Distanz, holten den Satz (25:20) und damit unseren ersten 3:0-Sieg in diesem Jahr. Verantwortlich dafür zeichneten sich neben Coach Silke auf dem Feld Patschi, Andi, Maike, Maren, Sebi, Volker, unsere Libera Ira und Sebbl, welcher extra aus dem Land der Hobbits angereist kam und prompt ein paar garstige Bälle einstreute. Nun stand das erwartet schwere Spiel gegen Eutingen an, eine junge Mannschaft, taktisch und technisch gut geschult, hochmotiviert und mit einer bekanntermaßen starken wie auch kämpferischen Feldabwehr. Personell wurden nun die beiden Feierbiester (siehe warm-up) durch unsere Youngsters Andy (auf die 4) und Angela (Stellerin, was sonst) ersetzt. Es war von Beginn an das erwartet intensive Spiel mit anfänglichen Vorteilen beim Gegner, was sich am Spielstand von 18:14 und 21:18 für Eutingen wiederspiegelte - gut, dass es Auszeiten gibt. Mit dem Ziel, etwas zwingender in den Aktionen zu werden und im Angriff mehr Risiko zu gehen, ging es zurück aufs Feld. Das Team setzte, lautstark unterstützt durch die Bank und die Fanscharen, die Vorgaben hervorragend um und kam Punkt für Punkt ran. Mit druckvollen Aufschlägen und starken Angriffen wurde die Feldabwehr der Gäste seziert, so dass der Satz noch etwas glücklich, aber letztlich verdient an uns ging. Der folgende Satz war ähnlich hart umkämpft wie der erste mit dem Unterschied, dass wir von Beginn an unser Spiel aufziehen konnten. Da Eutingen aber ebenfalls viel Druck machte und nach wie vor viele Bälle aus allen möglichen und unmöglichen Ecken kratzte, entwickelte sich eine sehenswerte Partie, bei welcher wir jedoch konstant 2 - 4 Punkte in Vorlage waren. Da Eutingen jedoch auch nie nachließ, wurde am Ende aus einer 5-Punkte-Führung noch ein knappes 22:20, ehe wir den Satz verdient mit 25:22 für uns verbuchten. Im dritten und letzten Satz waren wir nicht mehr zu bremsen, wohingegen Eutingen zunehmend resignierte. Logische Konsequenz war ein deutliches 25:15, womit wir an diesem Spieltag unser zweites 3:0 verbuchen konnten - eine Wohltat nach den knappen Niederlagen am Jahresende. Erwähnenswert ist zum einen noch Maike, die auf der 4 richtig Küken-Alarm machte und viel Druck ausübte, und zum anderen Silke, die mit ruhigen und klaren Ansagen einen guten Coach gab, auch wenn deren Anwesenheit nicht jeder Mitspieler(in) immer gleich bemerkte;-). Ansonsten glänzten wir durch eine geschlossene Mannschaftsleistung und einer überragenden Stimmung, welche sicher auch dem leckeren Kuchen geschuldet war.

Pokalspieltag 28.11.15 – Und wir können doch noch gewinnen!
30.11.2015, 21:44 Uhr von Maike

Am Samstag fuhren wir mit einer gerademal 7 köpfigen Mannschaft zum Pokalspieltag nach Mosbach. Nach den ärgerlichen Niederlagen der letzten Spieltage war die Mission für diesen Tag klar – Wir wollten gewinnen. Zum Sieg führen sollten uns: Patschi als Stellerin, Maren als Diagonale, Andy und Maike im Außenangriff, Sebi, Sebbl und Tobi in der Mitte. Das Ziel war es konsequent unser Spiel durchzuziehen, Druck aufzubauen und diesen bis zum Schluss aufrecht zu erhalten.

Das erste Spiel fand gegen die Karlsruher Kollegen KTV statt. Gegen die Landesligisten fanden wir uns in der Favoritenrolle wieder, welcher wir durch ein konsequentes Spiel auch gerecht wurden. Auch wenn wir anfangs noch etwas verschlafen wirkten, fanden wir schnell in unser Spiel hinein. Durch Druck im Aufschlag, welcher der Annahmeriege des KTV erhebliche Probleme bereitete, konnten wir uns einen deutlichen Vorsprung erarbeiten. Ein konsequenter Aufbau nach gelungener Annahme und Abwehr und das weitestgehend fehlerlose Spiel unserer Mannschaft ermöglichte uns die drei Gewinnsätze (9:25, 14:25, 11:25) sicher und schnell nach Hause bringen.

Das zweite Spiel des Tages war gegen die Heimmannschaft Mosbach. Hier erwarten wir uns ein bisschen mehr Gegenwehr, welche auch kam. Sobald die Mosbacher-Mannschaft einen sauberen Ball stellen konnte, hatten wir trotz wacher Abwehr Probleme den Angriff abzuwehren oder die gezielten Lobs zu erlaufen. Allerdings gelang es uns, die Mannschaft durch erneut sehr gute Aufschläge unter Druck zu setzen und die Annahme von Mosbach geriet ins Wanken. Mit Hilfe von mehreren Aufschlagserien konnten wir den ersten Satz zu 13 für uns gewinnen. Im zweiten Satz erwachte Mosbach zu neuem Leben und ein Spiel mit schönen Ballwechseln entstand im ersten Teil des Satzes. Dieser Spielfluss wurde jedoch wieder durch unsere Aufschlagserien zu Nichte gemacht und wir konnten den zweiten Satz ebenfalls zu 13 für uns entscheiden. Im dritten Satz verstärkten wir die druckvollen Aufschläge nochmals, sodass die Mosbacher Annahmeriege noch stärkere Probleme bekam und keinen Aufbau mehr möglich machen konnte. Diesen Aufschlägen haben wir einen deutlichen Satzausgang von 25:5 zu verdanken.

Wir waren glücklich: Endlich hatten wir die Niederlagen-Serie durchbrochen und unser Spiel sauber und konsequent durchgezogen. Wir freuen uns auf den nächsten Spieltag im Dezember gegen die anspruchsvollen Gegner Baden-Baden und Eutingen und hoffen, dass wir auch dort unsere Ziele durchsetzen können.

Ein Dank geht noch an Patschi, Andy und Sebbl, welche das Pfeifen im letzten Spiel übernommen haben

Mit drei der besten Mannschaften Deutschlands in einer Liga
27.11.2015, 22:26 Uhr von Maren

Ja, so ist es mit starken Mannschaften in der Liga: nicht einfach.

Hochmotiviert und ganz im Eindruck der guten Spiele von den Deutschen Meisterschaften fuhren wir am 14.11. zu elft nach Pforzheim, um zwei der stärksten Gegner in unserer Runde die Stirn zu bieten. Mit am Start waren Patschi und Angela (Stellerinnen), Maike, Silke und Maren (außen/diagonal), Ira (Libera), Andi, Tobi und Sebbl (Mitte) und Andy und Volker (außen). Das erste Spiel führte uns gegen die SG SSC2 (Rastatt, von denen fast alle Spieler letztes Jahr auch auf den Deutschen Meisterschaften als Mannschaft gespielt und 3. geworden waren).

Nach einem guten Auftakt mit druckvollen Angaben, solidem Spielaufbau und gutem Abschluss konnten wir den ersten Satz für uns entscheiden. Im zweiten Satz konnten wir die Konzentration aufrechterhalten und gewannen souverän mit 25:20. Auch mit den zwei Spielerwechseln starteten wir gut im dritten Satz. Leider konnten wir den Druck der ersten beiden Sätze nicht ganz aufrechterhalten, der Gegner dagegen legte noch ein bisschen drauf. Mit 22:25 ging der Satz an SSC2/Rastatt. Auch im vierten Satz gelang es zwar immer wieder aufzuholen, wenn wir im Rückstand waren, doch mussten wir den Satz dann auch abgeben. Was wirklich weh tat: Wir konnten den Vorsprung von 9:5 und 11:8 im Tie Break nicht bis zum Satzende halten. Konsequent starke Angaben, Angriffe und die Fehlerfreiheit der Gegner brachten uns schließlich ein 14:16. Fazit: Ein durchgängig gutes Spiel auf hohem Niveau, bei dem das letzte Quäntchen Druck und Konzentration gefehlt hat. - Immerhin, ein Punkt für uns (leider zwei für den Gegner).

Das zweite Spiel gegen den amtierenden 5. der Deutschen Meisterschaften war mindestens genauso spannend wie das erste Spiel. Es begann mit guten Angaben von beiden Seiten, nur dass die Gegner leider die bessere Annahme hatten. - Der Satz ging 21:25 an Pforzheim. Im zweiten Satz kämpften wir uns rein und gewannen nach einem Satzball gegen uns noch mit 27:25. Den dritten Satz gaben wir dann deutlich (15:25) ab, wir kamen einfach nicht ins Spiel. Dass wir das auch können, zeigten wir im vierten Satz, den wir genauso deutlich mit 25:16 für uns entschieden. Aber - wie so oft in letzter Zeit gegen Mannschaften dieser Liga - konnten wir im Tie Break nicht überzeugen und verloren letztendlich mit 11:25. - Dennoch: Ein Punkt für uns (leider zwei für den Gegner).

Ach, und übrigens: Am nächsten Spieltag treffen wir auf den amtierenden deutschen Vizemeister im Mixed-Volleyball, Baden-Baden. :-)

Deutsche Mixed-Meisterschaften: Jeder fängt mal klein an
18.11.2015, 21:52 Uhr von Sebbl

„Seid ihr eigentlich dumm, gegen Düsseldorf einen Satz zu holen und gegen uns zu verlieren?“ Dieses Zitat eines Gegners beschreibt recht gut unsere ersten Deutschen Mixed-Meisterschaften. Da schaffen wir es, dem deutschen Meister dieses und der letzten zwei Jahre Alsterwasser Düsseldorf rund um den Ex-Nationalspieler Simon Quenzer einen Satz abzujagen, was nur noch dem Vizemeister SC Baden-Baden gelang, und trotzdem sprang bei insgesamt 4 gewonnenen und 8 verlorenen Sätzen (das war nur ein Satz weniger als der spätere 5.!) nur der undankbare 12. und letzte Platz heraus. Doch wie kam es dazu?

Frohen Mutes startete die Mannschaft rund um Zuspielerinnen Angela und Patschi, Mittelblocker Andi, Tobi und Sebbl, Außenangreifer Volker und Andy und unseren Außen-/Diagonalangreiferinnen Maike, Maren und Silke am Freitag mit dem SSC-Bus Richtung Geldern, Nordrhein-Westfalen. Das Ziel war klar: Ein schönes Turnier zu erleben, sich gut zu verkaufen und unter die Top 10 zu kommen. Nach fünf Stunden Fahrt, einem gemütlichen Abendessen auf dem Hotelzimmer und dem einen oder anderen Bierchen ging es dann auch ins Bett, um fit und ausgeschlafen in den ersten Turniertag zu starten.

In der Halle ging es dann, nachdem alle Mannschaften mit eigens ausgewählter Einmarschmusik (bei uns Battlestar Galactica und angeführt von einer jungen Dame mit „SSC Karlsruhe“ – Schild) in die Halle geleitete wurden und die Nationalhymne gespielt wurde (wir sind hier ja schließlich auf den Deutschen!), auch gleich um 10 Uhr los. Der erste Gegner der 6er-Vorrundengruppe, der SV Frisia 03, stand uns gegenüber und die ersten Punkte waren auch vielversprechend. Doch leider gaben wir die erste 4-Punkte-Führung schnell durch unser Hauptproblem des Turniers, die zu fehlerhafte Annahme, wieder her und wurden dann ziemlich abgefrühstückt. Im zweiten Satz konnten wir das Spiel Langezeit enghalten, schenkten den Satz allerdings auch am Ende wieder durch Schwächen in der Annahme her. Diese Niederlage war umso ärgerlicher, da dieser Gegner als nominell am leichtesten galt. Doch eine Erkenntnis kam auch schnell auf, es gibt auf den Deutschen keine leichten Gegner.

Im zweiten Spiel ging es dann gegen unseren Dauerrivalen Nummer 1, den SC Baden-Baden, immerhin amtierender Vizemeister. Auch wenn es das 0:2 – Ergebnis es nicht widerspiegelt, dieses Spiel war gefühlt deutlich besser, wir spielten gut mit, konnten nur gegen die geballte Abwehr- und Angriffsmacht zu wenig Druck machen.

Das dritte Spiel war eigentlich das Spiel, in dem normalerweise nichts geht, im Nachhinein war es aber das definitive Highlight und eigentlich hätte man auch nur über dieses Spiel, beziehungsweise, den ersten Satz, schreiben können (und alle freuen sich auch schon auf die Videoaufnahmen). Gegen Alsterwasser Düsseldorf zeigten wir, zu was wir in der Lage sind, wenn es mal so richtig läuft. Ziel war, so gut es geht, mitzuhalten und sich nicht von den Riesen aus dem Ruhrpott verprügeln zu lassen, doch die Mannschaft war bedingt auch durch die anfängliche Arroganz des Gegners „on fire“, brachte Angriff um Angriff am bundesligaerfahrenen Doppelblock vorbei ins Feld, ließ sich auch von einem Vier-Punkte-Rückstand nicht verunsichern, zog am Satzende vorbei und schaukelte das Ding nach Hause. Dass Düsseldorf dabei ihre besten Spieler aufs Feld schickten, uns eigentlich wenig Geschenke gaben und es dennoch nichts brachte, wertete den Satzgewinn noch einmal auf und führte auch zu dem eingangs erwähnten Zitat.

Denn direkt im nächsten Spiel gegen Dauerrivale Pforzheim, die am Ende den hervorragenden 5. Platz erreichten, zeigten wir wieder unser hässliches Gesicht. In einem Spiel Not gegen Elend konnten wir den ersten Satz zwar souverän zu 16 gewinnen und führten im zweiten Satz direkt 6:0, doch dann fing wieder das Zittern in der Annahme an, Pforzheimer Geschenke wurden reihenweise abgelehnt, ein weiterer Vorsprung zur Satzmitte gekonnt verspielt und die weiße Flagge frühzeitig, ohne dass der Gegner darum bat, gehisst, um sich darunter zu verkriechen. Das Ergebnis spiegelte sich in der Tabelle wider: Nach vier von fünf Vorrundenspielen waren wir satzgleich mit dem vierten und fünften, aber mit schlechterem Ballverhältnis, nur auf dem sechsten und letzten Platz in der Gruppe. Nichtsdestotrotz ging es gut gelaunt Richtung Players Party, denn den Satz gegen Düsseldorf kann uns keiner mehr nehmen…

Am nächsten Morgen um 9 Uhr ging es gegen unseren letzten Vorrundengegner, den Wartenberger SV, eine Mannschaft, die auch recht hoch gehandelt wurde, die Erwartungen aber bisher auch nicht erfüllen konnte. Die Ausgangslage war spannend: Zwar waren wir sechster satzgleich mit dem Wartenberger SV und Pforzheim, aber nur zwei Sätze hinter dem Drittplatzierten, es war also noch einiges möglich. Für unsere Verhältnisse erstaunlich gut kamen wir zu so früher Stunde zurecht, konnten den Gegner fast die ganze Zeit unter Druck setzen und bis zum Satzende eine knappe Führung verteidigen. Dort machten wir es noch einmal spannend, vergaben vier Satzbälle, um dann den fünften zu nutzen. Der zweite Satz gestaltete sich offen, die Führung wechselte mehrere Male. Zwei Punkte waren wir vom zweiten Satzgewinn und damit der Vermeidung des letzten Platzes entfernt, doch leider endeten die letzten beiden Bälle krachend im Block des Gegners und, da Pforzheim, die ebenfalls satzgleich waren, beide Sätze gewannen, war der Traum von den Top Ten ausgeträumt. Im abschließenden Platzierungsspiel ging es gegen den Ausrichter, den TV Geldern. Auch hier wurden keine Gewinnsätze sondern nur zwei Sätze gespielt. Im ersten Satz waren wir eigentlich kontinuierlich bis zu fünf Punkte vorne, machten es am Ende noch einmal etwas spannend und ließen den Gegner auf einen Punkt herankommen, konnten aber trotzdem den Satz mit 25:22 für uns entscheiden. Auch der zweite Satz begann nicht schlecht, doch war das Spiel deutlich enger. Ein paar schlechte Annahmen brachten uns einen kleinen Rückstand ein, den wir aufgrund von viel zu vielen Aufschlagfehlern (6 oder 7 in diesem Satz) nicht aufholen konnten. Als dann auch noch der Angriff mehrfach krachend im Aus landete, hingen die Köpfe schon ziemlich tief, doch beim Stand von 18:23 starteten wir endlich die ersehnte Aufschlagsserie, die uns auf 21:23 heranbrachte. Ein Punkt fehlte noch zum Tiebreak, der nur bei Satz- und Punktgleichheit gespielt wird, doch Geldern brachte den nächsten Angriff durch. Dass dann das Spiel durch einen direkten Annahmefehler entschieden wurde und wir wegen einem Ball die Verlierer waren, passte wie die Faust aufs Auge.

Als Fazit kann man sagen: Es war ein aufregendes Turnier, eine spannende Erfahrung für alle und wir haben gezeigt, dass wir mit den besten Mixed-Teams Deutschlands mithalten können. Der letzte Platz spiegelt nicht ganz den Kräfteunterschied wider. Es hat sich aber auch gezeigt, dass auf hohem Niveau mitunter noch die individuelle psychische Stärke und Kaltschnäuzigkeit fehlt, einfach mal den Stiefel runterzuspielen, auch wenn es gerade nicht optimal läuft. Nichtsdestotrotz war es für uns sicherlich das Highlight unserer SSC-Mixed-Volleyballkarriere und wir werden alles dafür tun, uns wieder zu qualifizieren. Denn das zwölftbeste Team Deutschlands zu sein, ist schon ein Riesenerfolg und beim nächsten Mal müssen wir einfach nur eine kleine Schippe drauflegen.

Perfekter Start in die neue Saison
20.10.2015, 15:15 Uhr von Sebi

Für die erste Mixed-Mannschaft des SSC ging es am ersten Spieltag der neuen Saison nach St. Leon-Rot. Die zweite angereiste Mannschaft war Eppelheim, gegen die man letzte Saison das erste Spiel noch knapp verloren hatte.

Im ersten Spiel stand man der Heimmannschaft St. Leon-Rot gegenüber. Nach dem ersten vorsichtigen Abtasten konnten wir uns durch mehrere starke Aufschlagserien deutlich absetzten. Beim Stand von 5:12 war die gegnerische Mannschaft gezwungen, die erste Auszeit zu nehmen. Die SSC-Mannschaft spielte aber konsequent weiter, so dass die Führung bis auf vierzehn Punkte anwuchs, welche bis zum Schluss gehalten werden konnte. Im zweiten Satz startete man unverändert, jedoch fand St- Leon-Rot zunehmend besser ins Spiel, so dass die anfänglich erspielte Führung dahin schmolz. Eine Auszeit beim Stand von 17:14 aus Sicht des SSC brachte das Team aber wieder auf Kurs und auch der zweite Satz konnte mit 25:20 gewonnen werden. Im dritten Satz wurde auf beiden Seiten gleich auf mehreren Positionen gewechselt. Auch in diesem Satz hatten die SSC-Spieler den besseren Start, jedoch gaben sich die Gegner nicht auf und drehten gegen Ende des Satzes einen 14:18-Rückstand zu einer 24:21-Führung. Die drei Satzbälle konnten aber durch erfolgreiche Blocks und gute Aufschläge abgewehrt werden und der Satz nach nervenaufreibendem Ende mit 28:26 gewonnen werden.

Nach dem zweiten Spiel zwischen St. Leon-Rot und Eppelheim (3:1), indem nur das Schiedsgericht gefordert war, folgte das zweite Spiel gegen Eppelheim. Mit leichter Variation der Aufstellung und neu geschöpfter Kraft startete man in den ersten Satz. Das Erfolgsrezept aus dem ersten Spiel funktionierte auch hier, so dass man sich gleich zu Beginn absetzen konnte. Das Ende des Satzes war wieder etwas ausgeglichener, jedoch konnte man ein ungefährdetes 25:13 verbuchen. Im zweiten Satz startete man mit der gleichen Aufstellung, jedoch konnten auch die Eppelheimer durch gute Abwehrarbeit immer wieder Punkte erzielen. Erst gegen Ende des Satzes konnte man die Führung deutlich ausbauen, so dass auch der zweite Satz mit 25:16 gewonnen werden konnte. Im dritten Satz wechselte man nochmals auf der Zuspiel und Außenposition, was aber kein Einfluss auf die Qualität hatte. Der dritte Satz hatte einen ähnlichen Verlauf wie der Vorherige, so dass nach weiteren 18 Minuten ein 25:15 und somit ein weiterer 3:0-Sieg verbucht werden konnte.

Die nächste Station sind dann die deutschen Meisterschaften, bevor es am 12. Dezember zum nächsten Spieltag nach Baden-Baden geht.

SSC Mixed I qualifiziert sich für Deutsche Meisterschaften
11.10.2015, 19:47 Uhr von Uwe R.

Den größten Erfolg einer SSC Mixedvolleyballmannschaft machte am Wochenende das SSC KA I Mixedvolleyballteam in Worms beim 26. Süddeutschen BFS-Cup in Worms klar. Die Qualifikation für die Deutsche Meisterschaften den BFS-Cup 2015 ist geschafft! Der Deutsche Volleyball-Verband richtet den diesjährigen Deutschen BFS-Cup 2015 in Zusammenarbeit mit dem TV Geldern (WVV) aus. Der voraussichtlich Termin hierfür ist der Samstag, der 14. bis Sonntag, den 15. November! Ergebnisse und weitere Bilder folgen!

Deutsche Meisterschaften - Und der SSC ist dabei!
11.10.2015, 18:12 Uhr von Sebbl

An diesem Wochenende fanden in Worms die Süddeutschen Meisterschaften im Mixed-Volleyball statt, für die sich die erste Mixed-Mannschaft zum ersten Mal überhaupt qualifizieren konnte. 20 Mannschaften kämpften hier um 6 Qualifikationsplätze. Als Neulinge wollten wir einfach ein gutes Turnier spielen und evtl. unter die ersten 10 kommen. Doch es kam viel besser als erwartet.

Der Modus war recht simpel. Zuerst wurden in 5 Vierergruppen pro Spiel zwei Sätze gespielt, um die Mannschaften zu ermitteln, die um die ersten 10 Plätze spielen können. Das Losglück war mit uns, die Topteams blieben uns in der Gruppenphase erspart. Jetzt ging es nur darum, dieses Losglück auch auszunutzen. Dies gelang uns vortrefflich. Die klare Ansage, mutig in Aufschlag und Angriff zu spielen, wurde von allen beherzigt und auch stimmungstechnisch konnte uns nur Uwe von Baden-Baden übertrumpfen. Gegen Herdern aus Südbaden gewannen wir zwar nur einen Satz, konnten dann aber den Saarbrückener Kanuclub und SV Salzhayn aus der Halle schießen und souverän den ersten Platz in der Gruppe erreichen.

Und das Losglück blieb uns weiter treu. Wir erwischten die schwächere der beiden Fünfergruppen, in denen die ersten 10 Plätze ausgespielt wurden. Und wer mindestens Dritter in seiner Gruppe wurde, war für die Deutschen Meisterschaften direkt qualifiziert. Dementsprechend motiviert gingen wir in unser erstes Zwischenrundenspiel gegen den Ligakonkurrenten TV Pforzheim. Doch vielleicht machten wir uns selber zu viel Druck, denn unser Auftreten war nicht mehr so souverän wie in der Vorrunde. Im ersten Satz konnten wir zwar einen Rückstand zur Satzmitte in eine Zweipunkteführung verwandeln, doch eine Aufschlagsserie und ein paar glückliche Aktionen beim Gegner kosteten uns den ersten Satz. Im zweiten Satz machten wir es von Anfang an besser und konnten eine deutliche Führung herausspielen. Es sah so aus, als hätten wir den Gegner im Griff. Wir schafften es jedoch nicht, die 16:10 und 19:15 – Führung nach Hause zu schaukeln, sondern ließen wieder den Satz in der Annahme liegen.

Zum Glück war nach diesem herben Dämpfer der Spielbetrieb für den Samstag beendet und wir konnten uns beim abschließenden Abendessen und bei der Übernachtung in einer Turnhalle, die extra für uns bereitgestellt wurde (inklusive vollem Geräteraum mit tollen Spielzeugen!), doch wieder über den bisherigen Turnierverlauf freuen, der die Erwartungen schon übertroffen hat. Als uns dann die Turnierorganisatoren am Sonntagmorgen noch frische Brötchen vorbeibrachten, uns mit Kaffee versorgten und auch noch zur Veranstaltungsstätte fuhren (Vielen Dank nochmal!), war unser Ehrgeiz wieder geweckt, denn es blieben ja noch drei Spiele und alles war möglich.

Im ersten Spiel ging es dann gegen den nominell stärksten Gegner, Au Backe Backnang, die mit ehemaligen Bundesligaspielerinnen und –spielern gespickt waren. Hier war das Ziel, gut in den Sonntag hineinzukommen und eventuell einen Satz zu klauen. Dies gelang zwar nicht, aber zumindest im zweiten Satz konnten wir beinahe auf Augenhöhe spielen, auch wenn wir unser Leistungspotential nicht wirklich ausschöpfen konnten.

Da Pforzheim und Backnang auch die anderen beiden Gegner TUS Usseln und den Trimmelter SV besiegten und diese 1:1 in den Sätzen gegeneinander spielten, war auch nach diesem Spiel klar: Der dritte Platz war aus eigener Kraft zu schaffen, es war nur nötig, drei der letzten vier Sätze zu gewinnen. Und das taten wir in beeindruckender Manier: Ohne den Gegnern nur den Hauch einer Chance zu lassen, deklassierten wir beide Teams und hatten damit die Qualifikation für die Deutschen Meisterschaften in der Tasche!

Im abschließenden Platzierungsspiel gegen den TV Kressbronn ging es „nur“ noch darum, das Turnier schön ausklingen zu lassen. Das gelang uns wegen einem Ballpunkt weniger im direkten Vergleich der Sätze leider nicht (Kressbronn gewann den ersten Satz zu 21, wir den zweiten zu 22), aber dennoch lagen wir uns überglücklich in den Armen. Der größte Erfolg für die Mixed-Abteilung des SSC Karlsruhe war geschafft! Deutsche Meisterschaften, wir kommen!

Es spielten überragend: Patschi und Angela im Zuspiel, Maren, Silke und Maike auf Außen bzw. Diagonal, Ira als Libera, Andy auf Außen und Sebbl, Tobi und Andi auf Mitte